21.07.2013 08:37 |

Welle der Gewalt

Anschläge in Bagdad fordern mindestens 65 Tote

Bei einer Welle von Anschlägen sind in der Provinz Bagdad nach amtlichen Angaben am Samstagabend mindestens 65 Menschen getötet und fast 200 verletzt worden. Allein in der Stadt Bagdad explodierte ein Dutzend Bomben, in Madaen südlich der irakischen Hauptstadt ging ebenfalls ein Sprengsatz hoch, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Bombenanschläge gab es auch in der nördlichen Stadt Mosul.

Die Bomben wurden am Abend nach dem im Ramadan täglich gefeierten Fastenbrechen in den belebten Straßen der Hauptstadt gezündet. Zu den offenbar koordinierten Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Seit Anfang Juli starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 520 Menschen bei Anschlägen im Irak.

Experten machen die Unzufriedenheit der sunnitischen Minderheit gegenüber der mehrheitlich schiitischen Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki für den Anstieg der Gewaltakte in diesem Jahr verantwortlich. Die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten nehmen seit Beginn des Jahres zu. Damit wächst die Sorge vor einer Rückkehr zu den Zuständen der Jahre 2006 und 2007, als sich militante Angehörige der beiden islamischen Glaubensrichtungen ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung bekämpften.

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