Ungläubiges Staunen und deutlich merkliche Überraschung: Lindsey Vonn hat die extrem scharfe Kritik von Markus Wasmeier an der Comeback-Geschichte der US-Amerikanerin offenbar bisher nicht wahrgenommen – und nun auf dem falschen Fuß erwischt! Der deutsche Doppel-Olympiasieger hatte zuletzt kundgetan, Vonns Leidensgeschichte mit einem künstlichen Knie als „ziemliche Verarschung“ zu empfinden …
Als Gast beim „WM-Spezial-Talk“ bei ServusTV reagierte die sechs Jahre nach ihrem Karriereende heuer in den Ski-Zirkus zurückgekehrte Vonn, sichtbar erstaunt auf die Frage nach ihrer Sicht auf die Wasmeier-Kritik. „Wow! Danke, habe ich gar nicht mitbekommen!“, so die Gewinnerin von 82 Weltcup-Rennen.
„Praktisch wie eine Zahnkrone darüber gesetzt!“
Hintergrund von Wasmeiers Attacke: Der Deutsche, 1994 in Lillehammer Olympiasieger im Super-G und im Riesentorlauf, hatte gegenüber Sport1 geschildert, dass Vonn kein künstliches Knie im eigentlichen Sinn habe, sondern ihr eine „Gleitplatte“ implantiert worden sei, „die praktisch wie eine Zahnkrone darüber gesetzt wird, wenn man es laienhaft erklärt“.
Das sei etwas ganz anderes, so der 61-Jährige, der selbst zwei künstliche Hüften hat und daher wisse, „was künstlich ist“.
„Das ist echt keine kleine Sache!“
Vonn rechtfertigte sich im ServusTV-Talk damit, dass bei dem Eingriff in ihrem lange Zeit lädierten Knie der Knorpel aufgeschnitten worden und nun „Titanium drinnen“ sei – „das ist echt keine kleine Sache“. Viel mehr wollte sie dann aber auch nicht mehr auf Wasmeiers Kritik eingehen, denn: „Die Leute reden immer viel herum …“
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