10.07.2013 12:38 |

Doch keine OP

Melzer unterzieht sich vorerst keiner Leistenoperation

Hüftschmerzen links, Leistenbruch links und nun auch noch eine Nierenkolik auf der linken Seite - Jürgen Melzer hat trotz seines tollen Abschneidens in Wimbledon mit dem Achtelfinale im Einzel und dem Viertelfinale im Doppel körperlich einiges durchzustehen. Nach einer ganzen Reihe von Untersuchungen entschloss sich der 32-Jährige nun, die geplante Leistenoperation vorerst nicht durchzuführen.

"Keine OP. Es jetzt zu machen, wäre sowieso nicht unbedingt gescheit", schilderte Melzer am Mittwoch. "Wir haben in den letzten Tagen mehrere Ärzte konsultiert, und es ist mir davon abgeraten worden, es jetzt während der Saison reinzupressen." Melzer nimmt aktuell noch Schmerztabletten, zumal sein Rücken extrem verspannt ist. Es bestehe aber die Hoffnung, dass die Nierenkolik bei all seinen Problemen auch mitgespielt hat, da diese auch auf der linken Seite war und der Schmerz ausgestrahlt haben könnte. "Im Endeffekt wäre es wahrscheinlich ein Schnellschuss", stellte Melzer fest.

Die Streichung des geplanten Antretens beim Sandplatzturnier kommende Woche in Hamburg bestätigte der Weltranglisten-33., sein Comeback wird er in Kitzbühel geben. Melzer tritt erstmals seit 2008 in der Gamsstadt an. Gerade auf Sand ist die Belastung für seinen Körper allerdings besonders groß. "Da muss ich irgendwie durchbeißen. Ich habe ich drei Wochen Zeit, um mich vorzubereiten", sagte Melzer.

Drei Wochen Vorbereitungszeit für Kitzbühel
Nach Kitzbühel stehen Montreal, Cincinnati, Winston-Salem und die US Open auf Melzers Turnierplan. Am verspannten Rücken will Melzer auch mit seinem französischen Physiotherapeuten Mathieu Grandgirard arbeiten, sich sonst diese Woche aber noch Ruhe gönnen. Danach will Melzer wieder mehr am körperlichen Aspekt arbeiten und sehen, wie gut die Hüfte funktioniert.

Wenn alles glattgeht, dann hofft Melzer auf die Setzung bei den US Open. "Vor allem habe ich bis dahin keinen Punkt mehr zu verteidigen. In Montreal und Cincinnati habe ich letztes Jahr zweimal erste Runde verloren", weiß Melzer. Um in Kitzbühel für die Weltrangliste wirklich zu punkten, müsste er allerdings aufgrund der geringeren Wertigkeit des ATP-250-Turniers schon das Endspiel erreichen.

Doppeleinsätze vorerst nicht mehr mit Petzschner
Im Doppel wird Melzer übrigens in diesem Jahr nicht mehr mit seinem guten Freund Philipp Petzschner spielen. Der Deutsche ist nach Verletzungen im Ranking zu weit zurückgefallen. Nach dem geplanten "Bruder-Doppel" mit Gerald in Kitzbühel wird Melzer in Montreal mit Tommy Haas spielen.

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