Dennis Schröder erlebte einen Trade-Wahnsinn in der NBA. Der Deutsche war nicht einmal 24 Stunden bei den Utah Jazz, bevor die ihn bereits in die nächste Stadt schickten. „Es ist wie moderne Sklaverei“, sagte er.
Nicht nur der Mega-Deal um Luka Doncic von den Dallas Mavericks zu den Los Angeles Lakers lässt die Fans staunen. Was mit Dennis Schröder passiert, ist wohl der Höhepunkt.
„Moderne Sklaverei“
Die Golden State Warriors verpflichteten den deutschen Weltmeister erst im Dezember, schickten ihn in dieser Wechselperiode zu den Miami Heat, die ihn an Nachzügler Utah Jazz weitergaben. Utah wäre bereits Schröders neuntes unterschiedliches NBA-Team in den vergangenen sieben Jahren gewesen. „Es ist wie moderne Sklaverei“, hatte der 31-Jährige als Reaktion auf den unerwarteten Doncic-Transfer erst am Dienstag in einem NBC-Interview Kritik an der gängigen Geschäftspraxis geübt. Tags darauf wurde Schröder selbst erneut transferiert.
„Andere können darüber entscheiden, wo du hingehen sollst, obwohl du einen Vertrag hast. Klar, wir verdienen viel Geld und können unsere Familien versorgen, aber sie können immer sagen: ‘Du kommst morgen nicht mehr zur Arbeit. Du spielst jetzt woanders.‘ Die Teams können das so entscheiden und da sollte es Veränderungen geben.“
Und dann erwischte es Schröder gleich nochmal: Nicht mal 24 Stunden später wurde er von Utah an die Detroit Pistons abgegeben. Das meldete „ESPN“ am Donnerstagabend.
Der 31-Jährige war zuvor zudem bereits in Atlanta, Oklahoma, zweimal bei den Los Angeles Lakers, in Boston, Houston, Toronto und New York bei den Brooklyn Nets.
Den Rekord hält Ish Smith mit 13 verschiedenen Franchises in seiner Karriere – eine Bestmarke, die für Schröder nicht unerreichbar scheint.
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