Zwischen Mistkübeln wurde „Malou“ aufgefunden. Dort hatte man das Vogelweibchen in einem völlig verdreckten Käfig abgestellt. Ihr Bruder könnte ihr zurück in ein normales (Tier-)Leben helfen – doch „Igor“ ist verschollen!
Einsam, ausgemergelt und völlig zerrupft! So hatten Tierfreunde „Malou“ in einem Müllraum entdeckt. Das Edelpapageien-Weibchen hatte bei seinem vormaligen Besitzer offensichtlich viele Federn lassen müssen – nahezu nackt vegetierte der traumatisierte Vogel in einem total verschmutzten Käfig dahin.
„Malou“ hat unbändigen Lebenswillen
„Als ich sie das erste Mal sah, war ich sprachlos. Eigentlich sollte ,Malou‘ ja ein leuchtend rotes Federkleid haben“, schildert Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof in Stockerau. Dort kam die Papageien-Dame in liebevolle Pflege. Untersuchungen brachten zutage, dass der exotische Vogel an PBFD leidet, einer unheilbaren Virusinfektion bei Papageien. Unter der Obhut des Österreichischen Tierschutzvereins wird jetzt alles für die Gesundheit der krächzenden Dame unternommen. Und Kofler ist zuversichtlich: „Bei all dem Leid, das ,Malou‘ schon erdulden musste, spüre ich einen unbändigen Lebenswillen bei ihr. Sie hat eine zweite Chance verdient!“
Wir sorgen für eine gute Pflege für „Malou“. Sie ist auf dem Weg der Besserung.

Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof in Stockerau
Bild: OeTV
Starke Bindung an Geschwister
Helfen könnte dabei „Igor“, der gefiederte Bruder von „Malou“. Die Papageien-Geschwister stammen aus einer Zucht in Oberösterreich, wurden wie Wanderpokale weitergereicht und vor wenigen Wochen getrennt. „Papageien sind hochsoziale Tiere, die eine starke Bindung zu Partnern und Geschwistern haben“, sagt Kofler. Der Tierschutzverein ist auf der Suche nach „Igor“, einem männlichen Edelpapagei mit grünem Gefieder. Am Assisi-Hof in Stockerau soll zudem ein neues Papageienhaus mit großzügiger Voliere gebaut werden. Dafür werden Spenden benötigt.
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