Urteil in Chemnitz

Lebenslange Haft für Mord an Valeriia (9) in Wald

Ausland
31.01.2025 16:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Fall der ermordeten Valeriia (9) ist jetzt ein 37-Jähriger in Chemnitz zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil gegen den Moldauer fiel nach vier Verhandlungstagen. Er ist der Ex-Partner der Mutter des Mädchens (siehe Video oben).

Wie berichtet, war Valeriia Anfang Juni 2024 in einem Wald bei Döbeln westlich von Dresden getötet worden. Das ukrainische Mädchen verschwand am 3. Juni auf dem Weg in die Schule. Daraufhin suchten Hunderte Polizistinnen und Polizisten tagelang mit Drohnen und Hunden nach dem Kind. Ungefähr eine Woche später entdeckten sie die Leiche in einem Wald, etwa vier Kilometer von der Wohnung entfernt.

Leiche in Schlammloch gefunden
Valeriia war schon etliche Tage tot, als sie gefunden wurde. Ein Rechtsmediziner fand überall in den Atemwegen des Mädchens Schlamm bis in die Luftröhre und die Bronchien. Daran sei es erstickt, hieß es.

Die Mutter von Valeriia ist von dem Vater des Mädchens geschieden und war mit den Kindern vor dem Krieg in ihre Heimat nach Deutschland geflohen. Zeitweilig war sie eine Beziehung zu dem heute 37-Jährigen eingegangen.

Der Moldauer wurde nun wegen des Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit kam das Landgericht der deutschen Stadt Chemnitz der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Auch die Nebenklagevertreterinnen und -vertreter von Valeriias Mutter und Vater hatten sich dem angeschlossen.

Verteidigung: Heimtücke nicht erwiesen
Die Verteidigung hatte hingegen auf Totschlag plädiert, ohne ein genaues Strafmaß zu nennen. Die Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe seien nicht erwiesen, sagte Rechtsanwalt Jörg Neuber vor Gericht.

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