Wie Startrainer Conte

Austria-Coach Pacult setzt auf eiserne Methoden

Kärnten
26.01.2025 11:59

Kult-Trainer Peter Pacult lässt bei Austria Klagenfurt seine Kicker ganz gerne zappeln – auch im Malta-Trainingslager war‘s so! Sein Ziel: Das Team zusammen zu schweißen. Auch Italiens Starcoach Antonio Conte verfolgt übrigens diese Prinzipien – mit Erfolg.

Samstag und Sonntag gab Peter Pacult nach dem Malta-Trainingslager frei. Eine Info für die Spieler, die der Klagenfurt-Coach lange für sich behielt, erst am Abend vor dem Heimflug kundtat – wie gewohnt.

Denn „PP“ liebt es geheimnisvoll! Wann steigt das nächste Training? Wird zweimal oder nur einmal geübt? Wann ist frei? Fragen über Fragen, die der Wiener definitiv nie sofort beantwortet. 

So handzahm wie im Malta-Camp mit der süßen Trainingsplatz-Katze ist Peter Pacult freilich sonst ...
So handzahm wie im Malta-Camp mit der süßen Trainingsplatz-Katze ist Peter Pacult freilich sonst nicht.(Bild: Claudio Trevisan)

Denn genaue Wochenpläne sind nicht Usus, Termine werden kurzfristig mitgeteilt – das kennt mittlerweile jeder. Wann die nächste Einheit steigt, erfahren seine Schützlinge immer sehr spontan. Im Camp wussten die Spieler – und auch der gesamte Staff! – immer erst nach dem Mittagessen, ob um 15.30 Uhr noch ein zweites Mal geschuftet wird. In ähnlicher Manier macht es Pacult auch in der Heimat.

Die Austria-Kicker rund um Mahrer (li.) und Hinteregger erfahren eher kurzfristig, wann das ...
Die Austria-Kicker rund um Mahrer (li.) und Hinteregger erfahren eher kurzfristig, wann das nächste Training steigt.(Bild: GEPA)

Und selbst nach Liga-Auswärtsspielen erfährt das Team meist erst bei der Ankunft in Klagenfurt (die oft auch nach Mitternacht ist!), ob bzw. wann es am nächsten Tag antanzen muss. Das ist die eiserne Pacult-Methode – mit welcher der 65-Jährige es immer geschafft hat, alle zu einer Einheit zu schweißen.

Auch Startrainer Conte fordert Spontanität
Die „PP“-Methode ist hart, aber auch im internationalen Fußball präsent. Startrainer Antonio Conte – aktuell bei Serie-A-Leader Napoli – arbeitet genauso. Das verrät jedenfalls Ex-Welttorhüter Gianluigi Buffon, der zu Juve-Zeiten unter ihm auflief, in seiner Biografie: „Wir haben oft erst um 22 Uhr erfahren, wie der nächste Tag abläuft. Conte wollte so, dass wir mental immer fokussiert sind. Das hat er – zum Leidwesen unserer Familien – geschafft“, erzählt Buffon, der unter Conte dann drei Serie-A-Titel in Folge feierte.

Pacult erreichte mit diesen Prinzipien drei „Top 6“-Einzüge en suite mit seiner Austria Klagenfurt – der Erfolg gibt ihm also absolut recht!

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