Regierung muss weh tun. Das wird teuer - so gut wie alle Österreicher werden in nächster Zeit spüren, was sie das notwendige Sparen der Regierung kostet. Denn es wird so gut wie alle Haushalte treffen. Je mehr Details zum Sparprogramm von Blau-Schwarz bekannt werden, umso deutlicher wird, was es jeden Einzelnen kosten wird. Schließlich wird das 6,4-Milliarden-Sparpaket etwa zur Hälfte von den privaten Haushalten gespeist. So ist unter anderem mit kräftigen Preissprüngen bei Dokumenten und Urkunden zu rechnen, allein der Reisepass könnte künftig 110 statt bisher 76 Euro kosten. Teurer werden unter anderem PV-Anlagen, E-Autos und der Heizkesseltausch, auf Pensionisten kommen höhere Krankenversicherungsbeiträge zu. Das allerdings wird längerfristig alles nicht reichen. Die neue Regierung wird den Bürgern sogar noch mehr weh tun müssen.
Reißleine. Wien wählt! Im kommenden Oktober wären die Bürger der Bundeshauptstadt planmäßig zur Neuwahl ihrer Gemeinde-, beziehungsweise Landesregierung dran. Doch Bürgermeister Michael Ludwig hat die Reißleine gezogen. Gemeinsam mit seinem Koalitionspartner, den Neos, wurde nun beschlossen, die Wien-Wahl bereits auf den 27. April vorzuziehen. Dieser Termin könnte gleich mehrere Parteien durcheinanderwirbeln. So dürfte bei den Bundes-Grünen der geplante Wechsel an der Spitze – von Werner Kogler vermutlich auf Leonore Gewessler – vorgezogen werden. Auch an der Spitze der Bundes-SPÖ könnte es rascher zu einem Wechsel kommen: Allgemein geht man davon aus, dass die Tage Andreas Bablers nach der Wien-Wahl gezählt sein könnten. Wenn diese nun im April statt im Oktober stattfindet, dann würde dieser Schritt, dieser Schnitt vermutlich auch um ein halbes Jahr vorverlegt.
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