Der für 2025 geplante Start der Sortieranlage für Plastik- und Alu-Pfand in der Vorchdorfer Pampa verzögert sich. Laut dem Unternehmen Recycling Pfand Österreich geht es erst in einem Jahr los. Die seit Wochen auf die Barrikaden steigenden Anrainer wollen das umstrittene Projekt ganz zu Fall bringen.
Knalleffekt in Vorchdorf! Die Recycling Pfand Österreich verschiebt den Start der Zählanlage für Plastikflaschen und Aludosen auf 2026. „Die Prozesse für die Logistik, die Zählung und Sortierung sind aufgebaut und startklar. Die Sortieranlage wird aktuell umgebaut und geht 2026 in Betrieb. Bis zur Fertigstellung gibt es eine Übergangssortierung in Niederösterreich“, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Geschäftsführer Monika Fiala und Simon Parth.
Bewilligung fehlt
Die Adaptierung der Anlage ist wohl nicht der einzige Grund für die Verzögerung. Für den Betrieb fehlt die abfallrechtliche Bewilligung. Bis Ende der Woche läuft beim Land die Einspruchsfrist. Die Anrainer haben sich zusammengeschlossen und mithilfe von Spenden einen Rechtsanwalt mit dem Verfassen des Konvoluts an Einwände beauftragt.
Hauptkritikpunkt Verkehr
Ein wesentlicher Kritikpunkt: Der Verkehr auf den schmalen Güterwegen. „Es wurde eine Bewilligung für den Werksverkehr für einen landwirtschaftlichen Betrieb herangezogen. Das ist nicht schlüssig“, so Wolfgang Ettinger von der Bürgerliste.
Von einem Fehlstart wollen Fiala und Parth dennoch nichts wissen: „Es ist alles auf Schiene. Die Pfandrücknahme sowie die Ausbezahlung der Pfandbeträge ist gesichert. Bei den Rückgaben ist mit einer Hochlaufkurve in den ersten Monaten zu rechnen, da es auch noch eine Übergangsfrist bis Ende März gibt.“ Gerechnet wird im ersten Quartal 2025 mit „nur“ 15 Millionen Leergebinden. Im Jahr 2026 soll sich die Zahl dann fast vervierfachen.
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