Fast drei Jahre nach Beginn des Kriegs in der Ukraine ist die Zustimmung für Präsident Wolodymyr Selenskyj deutlich gesunken. Laut einer Umfrage vertraut ungefähr jede zweite Person in der Ukraine ihrem Präsidenten. Im März 2022 waren es noch neun von zehn Befragten.
Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 sanken die Zustimmungswerte kontinuierlich. Ende 2023 vertrauten noch 77 Prozent der befragten Ukrainerinnen und Ukrainer ihrem Präsidenten. Ende Juni 2024 gaben das weniger als sechs von zehn Befragten an.
Bei der jüngsten Telefonumfrage des Kiewer Instituts für Soziologie (KIIS) sagten 52 Prozent, Wolodymyr Selenskyj zu vertrauen. 39 Prozent misstrauen ihm hingegen. Im März 2002 waren es nur sieben Prozent. Dieser Anteil ist somit deutlich gestiegen.
Kämpfe als Einflussfaktor?
Im Westen und Zentrum des Landes ist die Zustimmung laut KIIS größer als im Osten und Süden der Ukraine, wo am heftigsten gekämpft wird und die Armee zuletzt immer mehr Land an die vorrückenden russischen Truppen abgeben musste. Mit dem bevorstehenden Präsidentenwechsel in den USA ist zudem die weitere Unterstützung des bisher wichtigsten Verbündeten fraglich.
Selenskyj hatte sein Amt 2019 angetreten. Seine Amtsperiode endete eigentlich im vergangenen Monat. Aufgrund des derzeit herrschenden Kriegsrechts bleibt er aber Präsident. Die ukrainischen Behörden teilten mit, dass es vorerst keine Wahl gebe. Derzeit sei ein Fünftel des Landes unter russischer Kontrolle.
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