Die Römerstadt Carnuntum hat mit der Schule wohl fast jeder besucht. Ein Lehrer der Stoober Keramikfachschule hilft nun beim Restaurieren.
Die Römer waren ein kluges Volk. In ihrer Zeit wurde einiges erfunden, von dem wir heute noch profitieren. Und was wäre das zum Beispiel? Kräne, Dachziegel, Zement, Kanalisation, Wasserversorgung – und die Fußbodenheizung! Und genau da kommen Ceramico und die Landesfachschule für Fliesen, Keramik und Ofenbau Stoob ins Spiel.
Dort werden nämlich derzeit Platten für den Unterbau der Fußbodenheizungen hergestellt. Sie sollen in der Römerstadt Carnuntum verbaut werden. Der „Herr der Platte“ ist Manfred Ringhofer. Er ist Keramiklehrer an der Fachschule und Vorstand der Ceramico Gmbh. Sogar für ihn war der Auftrag, die 60 x 60 Zentimeter großen und sieben Zentimeter hohen Platten anzufertigen, eine Herausforderung.
Viel Know-how und der Trick mit den Sägespänen
Für die Umsetzung hat sich Ringhofer einen speziellen Ton bestellt. Dennoch war es nicht ganz so einfach wie erhofft. Nachdem er sich eine robuste Form in der richtigen Größe aus Holz gebaut hat, tauchte schon das nächste Problem auf. „Ton trocknet von außen nach innen. Die Schwierigkeit dabei: Ist er außen trocken, kann die Feuchtigkeit von innen nicht mehr heraus. Die Platten reißen“, erklärt der Profi. Also ging es in die Experimentierphase. „Erst als ich Sägespäne zum Ton gemischt habe, hat es funktioniert“, so der Keramiker. Die Platten können jetzt durchtrocknen, was ungefähr drei bis vier Wochen dauert. Dann werden sie bei 980 Grad gebrannt. Eine Platte hat zwischen 68 und 70 Kilo. Ende Jänner werden 50 Stück geliefert, der Rest dann bis Ende des Jahres 2025.
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