Erhöhte Polizeipräsenz

Nach Todesfahrt: Maßnahmen werden „intensiviert“

Österreich
21.12.2024 13:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach der Todesfahrt in Magdeburg gebe es zwar keinen Hinweis auf eine ähnliche Bedrohung in Österreich, trotzdem werde man die Sicherheitsmaßnahmen bei Weihnachtsmärkten „auf hohem Niveau intensivieren“. Seit dem 7. Oktober 2023 gilt weiterhin Terrorwarnstufe 4 in ganz Österreich. 

Die Todesfahrt in Magdeburg führt in Österreich zu einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten. Die Stadt Linz teilte am Samstag mit, die Besucher der Standl am Hauptplatz, am Volksgarten sowie den Markt vor dem Neuen Dom durch „technische Sicherungsmaßnahmen“ zu schützen.

Die Polizei werde mit erhöhter Präsenz auf den Märkten vor Ort sein, wie der geschäftsführende Linzer Vizebürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) mitteilten. Wie eine Sprecherin der oberösterreichischen Polizei mitteilte, werden auch im ganzen Bundesland die Adventmärkte von den Beamten nun verstärkt bestreift.

Erhöhte Präsenz auf Weihnachtsmärkten
Im Bundesland Salzburg verwies die Polizei generell auf das „Sicherheitskonzept“, das es im Vorfeld für alle Veranstaltungen gebe. Eine Sprecherin verwies auf die „erhöhte Terrorwarnstufe“, die es bereits für Österreich gebe, daher würde man auch die Vorlagen entsprechend adaptieren.

Weiterhin Terrorwarnstufe 4 in Österreich
Aus Wien hieß es, dass die österreichischen und die deutschen Behörden in engem Kontakt stehen, jedoch gibt es keinen Bezug oder Hinweise auf eine Bedrohung in Österreich im Zusammenhang mit der Todesfahrt in Deutschland. Trotzdem wurden die bereits seit Beginn der Adventzeit speziell in Wien herrschenden umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen auf den Weihnachtsmärkten noch einmal „auf hohem Niveau intensiviert“, sagte David Pawlik, Sprecher der Landespolizeidirektion Wien am Samstag. Er wies in diesem Kontext zudem darauf hin, dass in Österreich seit Oktober 2023 ohne Unterbrechung die Terrorwarnstufe 4 gelte. Anlass dafür war der Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober.

Das Innenministerium äußerte sich in einer Aussendung ähnlich wie die Wiener Polizei. Ein Ressortsprecher wies darauf hin, dass die österreichischen Weihnachtsmärkte „gut geschützt“ seien. Dies zeige auch ein Vorfall am gestrigen Freitag in Wien, als eine bewaffnete Person mit finnischer Staatsbürgerschaft festgenommen worden sei.

Beamten werden für Lage erneut sensibilisiert
Seitens der Landespolizeidirektion Steiermark hieß es, dass die Kolleginnen und Kollegen, die auf den Adventmärkten im Einsatz stehen, noch einmal für die Lage sensibilisiert wurden. Weitere polizeiliche Maßnahmen zu den ohnehin schon bestehenden seien aber nicht getroffen worden. Viele der Maßnahmen seien für die Bevölkerung gar nicht sichtbar – beispielsweise Fußstreifen und Beamte in Zivilkleidung.

Zitat Icon

100-prozentige Sicherheit kann es nie geben.

Landespolizeidirektion Steiermark

Erkennbar sind dagegen sehr wohl Poller und Betonblöcke, die schon vor Wochen rund um die Weihnachtsmärkte als Sicherheitsmaßnahme aufgestellt worden sind. Hinzu komme der sogenannte „robuste Raumschutz“: Einsatzkräfte mit schwerer Bewaffnung, die stets in der Nähe von Menschenansammlungen bereitstünden. „100-prozentige Sicherheit kann es aber nie geben“, wurde betont.

Seitens der Landespolizeidirektion Kärnten hieß es, dass man auch nach den Vorfällen in Magdeburg beim bewährten Einsatzkonzept der vergangenen Jahre für die Weihnachtsmärkte und neuralgischen Punkte bleibe. Zusätzliche Maßnahmen seien nicht vorgesehen.

Erhöhte Polizeipräsenz in Vorarlberg, NÖ und Burgenland
In Vorarlberg herrscht auf Weihnachtsmärkten generell höhere Polizeipräsenz. Aufgrund des Anschlags in Magdeburg lege man am Wochenende noch einmal verstärktes Augenmerk auf die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen, erklärt ein Polizeisprecher.

Die Sicherheitsvorkehrungen auf niederösterreichischen Adventmärkten wurden ebenfalls erhöht. Es seien nun mehr Beamte im Einsatz, sowohl in Zivil als auch in Uniform, berichtete Polizeisprecher Johann Baumschlager. Zugleich betonte er, dass es keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdungslage für Weihnachtsmärkte gebe, insbesondere nicht in Niederösterreich.

Von der burgenländischen Landespolizeidirektion hieß es kurz und bündig, die Präsenz uniformierter Streifen sei „natürlich“ verstärkt worden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
21.12.2024 13:13
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung