Das vierte Adventwochenende steht vor der Tür und die Christkindlmarkt-Saison neigt sich damit dem Ende zu. Standler ziehen Zwischenbilanz und wünschen sich, dass der Schwerpunkt nicht nur auf Glühwein und Punsch liegen soll.
Mittersill plus organisiert den besinnlichen Markt vor und im Gemeindeamt. „Nur mit Gastro wäre das vorweihnachtliche Flair nicht komplett“, so Tourismuschef Michael Sinnhuber. Kunsthandwerk und weitere regionale Produzenten, die ausstellen wollen, finden sich in Mittersill genug. Einige beziehen an allen Wochenende einen Stand, andere nur tageweise. Sinnhuber: „Wir sind bei der Zuteilung flexibel.“ Mit Produkten wie dem Hochgebirgshonig, wo Bienen auf fast 2000 Metern Seehöhe ausschwärmen, hebt sich der Markt ab.
Appell: „Kauft in der eigenen Region ein“
Vanessa Horwath aus Flachau tourt mit ihren Deko-Unikaten im Advent im Pongau von Christkindlmarkt zu Christkindlmarkt: „Ich könnte bei mehreren parallel sein, weil Kunsthandwerk offenbar gar nicht mehr so einfach zu bekommen ist. Glühwein ist zu wenig“, erzählt sie und will zum Einkaufen im Ort animieren. Viele Kunsthandwerker wie sie haben nebenberuflich ihr „Mini-Gewerbe“ angemeldet und bieten über Social Media oder lokale Märkte an.
Nach Holz duftet es am Stand von Nikolaus Magnus am Salzburger Residenzplatz. Seine Zwischenbilanz nach vier Wochen als Standler: „Es ist eine Spur langsamer angelaufen als voriges Jahr. Aber wir sind zufrieden.“
Von Schneidbrettern bis zu Untersetzern und Schalen bietet er Produkte aus Hölzern wie Olive, Nuss oder Kirsche an. Magnus: „Die Bretteln aus regionalem Holz mache ich selbst.“ Urlauber wie Einheimische interessieren sich für hochwertige Qualität, die nicht um die halbe Welt gereist ist, bevor sie am Stand eingeschlichtet wird.
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