SVM-Horrorszenario

Sogar Admiras Kühbauer weinte mit Mattersburg

Sport
27.05.2013 10:02
Für Mattersburg ist in der letzten Runde der tipp3-Bundesliga das eingetreten, womit niemand mehr gerechnet hatte. Die Burgenländer verloren zum Abschluss ihr Heimspiel gegen die Admira unglücklich 0:1 und fielen noch vom siebenten auf den letzten Rang zurück, weil auch die direkten Konkurrenten Innsbruck und Wiener Neustadt auswärts siegten. Damit muss der Klub von SVM-Langzeittrainer Franz Lederer nach zehn Jahren im Oberhaus den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, was sogar Admira-Coach und SVM-Legende Didi Kühbauer zu Tränen rührte.

"Wahnsinn! Wir waren vor dem Spiel Siebenter, mit so einem Ausgang hat keiner gerechnet", lautete der fassungslose Kommentar von Lederer nach dem Schlusspfiff. Der 49-Jährige, der seit 18. November 2004 Coach der Burgenländer ist, trauerte vor allem den vielen vergebenen Möglichkeiten seines Teams nach. "Wir haben genügend Torchancen gehabt, um das Spiel zu entscheiden. Es ist der schlimmste Moment, den man sich vorstellen kann. Wir haben es bis zur letzten Minute in der Hand gehabt."

Wie es nun in der Ersten Liga weitergehen werde, das wollte Lederer vorerst nicht kommentieren. "Das geht jetzt nicht, das kann und will ich nicht beantworten. Meine Mannschaft ist eine tolle Truppe, es hat halt so sein wollen. So ein Ausgang war nicht zu erwarten. Den Gemütszustand von mir und meiner Mannschaft kann ich nicht erklären. Mattersburg hat es sich immer verdient in der Bundesliga zu spielen", gab der Trainer zu Protokoll.

Admira-Coach Kühbauer leidet mit Mattersburg
Kühbauers Gemütszustand pendelte zwischen Freude und Wehmut hin und her. "Ich freue mich riesig für meine Mannschaft, aber Mattersburg tut mir leid. Schade, dass die anderen Mannschaften der Bundesliga nicht die Courage bis zum Schluss gezeigt haben. Es ist schon ein bisschen Wehmut dabei", erklärte der Ex-Internationale und vergoss dabei auch Tränen.

SVM-Obmann Pucher: "Nicht der große Weltuntergang"
SVM-Obmann Martin Pucher musste sich nach dem Match erst einmal sammeln. "Ich habe den Abstieg noch nicht ganz realisiert", erklärte der ehemalige Bundesliga-Präsident und verwies auf die gesunde wirtschaftliche Situation des Vereins. "Für uns ist das nicht der große Weltuntergang, auch wenn es so ausschaut, aber wir werden uns wieder fangen. Der sofortige Wiederaufstieg ist viel schwerer, als man glaubt. Wir müssen uns jetzt sammeln und für die neuen Saison hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen."

Zur Tatsache, dass ausgerechnet Mattersburg-Ikone Kühbauer nun als Admira-Trainer den SVM-Abstieg besiegelt hat, meinte Pucher: "Kühbauer war hauptverantwortlich, dass wir 2003 aufgestiegen sind. So hat sich in gewisser Weise der Kreis geschlossen. Er hat es geschafft, wir nicht, da sind wir in erster Linie schon selbst Schuld."

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