5:1, 3:0, 3:0, 3:1 und 3:2 – die Ergebnisse der NÖ-Klubs im Herbst der Regionalliga Ost gegen den ASV Siegendorf sind makellos. Doch nach dem Aus der Burgenländer ist genau das, das Problem. Alle fünf Vereine verlieren ihre hart erkämpften drei Punkte am grünen Tisch. „Eine bodenlose Frechheit“, können die Klubs nur den Kopf schütteln.
Vor knapp einem Monat endete die Hinrunde in der Regionalliga Ost mit einem unglaublich spannenden Finale. Schlussendlich holte sich Außenseiter Krems als Fünftplatzierter völlig überraschend noch den Herbstmeistertitel und die Winterkrone.
Nach dem heutigen unerwarteten Rückzug von Siegendorf, strebt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverantwortung an, ist alles wieder ganz anders – scheint die Fallmann-Elf nur noch auf Platz 5 auf, lacht plötzlich Donaufeld von der Tabellenspitze und darf sich am Freitag, den 13., über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk freuen.
„Es ist ein Witz“
Aber auch die restlichen Vertreter aus Niederösterreich bezahlten ihre Siege gegen die Burgenländer teuer. Siegendorf wird wegen der kommenden Insolvenz aus der Tabelle gestrichen – werden alle Spiele mit 0:0 und null Punkte gewertet.
Somit sind die Siege von Traiskirchen (5:1), Gloggnitz (3:2), Marchfeld (3:1), Krems (3:0) und Leobendorf (3:0) wertlos. „Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet und verdient. Es ist einfach extrem unfair“, meint etwa Traiskirchens Manuel Trost, der jetzt nicht nur drei Punkte wieder abgeben musste, sondern auch ein negatives Torverhältnis aufweist. Auch Marchfeld-Trainer Christoph Knirsch kann darüber nur den Kopf schütteln und bringt es auf den Punkt: „Es ist ein Witz!“
Abstiegskampf verfälscht?
Nicht nur an der Tabellenspitze, sondern auch im Tabellenkeller gibt es natürlich Gewinner und Verlierer. Wiener Viktoria ging daheim gegen Siegendorf 2:6 unter – machte mit dieser Niederlage allerdings drei Punkte gut im Abstiegskampf. Da Gloggnitz mit einem 3:2-Sieg über die Burgenländer am grünen Tisch wieder die Zähler abgeben musste. Plötzlich nur mehr mit neun Punkten am Ende der Tabelle zu finden ist. Aber auch Leobendorf rutschte wieder in die gefährliche Zone ab. Auch die Fürhauser-Elf schaut nach dem eigentlichen 3:0-Erfolg dumm aus der Wäsche und hat plötzlich nur mehr drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Das ist sicher nicht im Sinne des Sports“, ärgert sich Fürhauser.
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