Dragovic spielte vor 27.290 Zuschauern im Gegensatz zum letztjährigen Cup-Finale (bis zur 72. Minute) in der Innenverteidigung durch, bot in seinem 52. Saison-Pflichtspiel in der Defensive eine solide Leistung und leitete vor der Pause einige Male Angriffe der Basler mit weiten Flanken in die Spitze ein. In Minute 56 hatte der 22-Jährige Glück, dass sein Foul am auf der Seite durchbrechenden Anatole nur mit der Gelben Karte geahndet wurde. Im Elfmeterschießen kam der Wiener nicht zum Zug, er hält damit weiterhin bei drei Titelgewinnen im Basel-Trikot nach jenen in der Meisterschaft (2011, 2012) sowie im Cup (2012).
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Basler in ihrem 18. Finale etwas mehr vom Spiel, die Züricher waren dafür etwas gefährlicher. Nach der Pause war von einer Chancen-Armut nichts mehr zu sehen, beide Teams versuchten die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen. Zürich fehlte bei einem Latten-Kopfball von Vilotic (58.) das nötige Glück, das Basel dafür zur Seite stand. Ein Schuss des Ex-Salzburgers Steinhöfer wurde von Grichting unhaltbar für Grasshoppers-Tormann Bürki ins eigene Tor abgefälscht (71.).
Lange freuen konnten sich Dragovic und Co. aber nicht, staubte doch Hajrovic schon vier Minuten später zum leistungsgerechten Ausgleich ab (75.).
Entscheidung erst in Elfer-Krimi
In der Verlängerung ließ das Tempo etwas nach, beide Mannschaften hätten trotzdem jeweils einmal den Sack zumachen können. Im Elfmeterschießen trafen Frei und Bobadilla aufseiten der Basler nur die Latte, bei Zürich versagten nur Lang die Nerven, er schoss drüber. Der 19. Cupsieg der Grasshoppers im 32. Endspiel war damit perfekt. In der vergangenen Saison hatten die Basler noch im Elfmeterschießen gegen den FC Luzern im Final-Duell mit 4:2 das bessere Ende für sich gehabt.
Für die Truppe von Chefcoach Murat Yakin gibt es aber schon am Sonntag die Chance zur Revanche, da treffen die beiden Liga-Topteams neuerlich aufeinander. Die Grasshoppers (60 Punkte) sind vor eigenem Publikum zum Siegen verdammt, liegen sie doch drei Runden vor Schluss sechs Zähler hinter Leader Basel (66) zurück.
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