Sonntagsspiel

Sturm Graz rückt mit 3:1-Sieg über Ried auf Platz 4 vor

Sport
19.05.2013 17:57
Markus Schopp darf sich über sein erstes Erfolgserlebnis als Trainer von Sturm Graz freuen. Die Steirer entschieden am Sonntag in der 34. Runde der tipp3-Bundesliga das Duell um den vierten Platz gegen die SV Ried mit 3:1 für sich und stießen auf einen Europacup-Qualifikationsplatz vor. Sturm tat sich allerdings schwer und schaffte erst gegen neun Mann in der 84. Minute durch Nikola Vujadinovic den 2:1-Führungstreffer, ehe Serkan Ciftci in der 93. Minute für den Endstand sorgte.

Sturm war durch ein Eigentor von Grössinger in Führung gegangen (36.), kassierte nach Gelb-Rot für Karner (49.) aber gegen zehn Rieder durch Gartler (61.) den Ausgleich. Nach einem weiteren Ausschluss (68./Schicker) nützte Sturm schließlich die numerische Überlegenheit. Die Grazer lösten den WAC auf Rang vier ab und haben damit gute Chancen auf einen Platz in der Europa-League-Qualifikation.

Sturm hatte die ersten drei Partien unter Neo-Trainer Schopp verloren und dabei ein Torverhältnis von 1:9 eingefahren. Die Grazer Hardcore-Fans hinter dem Tor reagierten mit einem Stimmungsboykott auf die Negativserie, auf dem Rasen war die Verunsicherung und das fehlende Selbstvertrauen in der Anfangsphase nicht zu übersehen. Die an vier Positionen umgestellten Hausherren fabrizierten krasse Fehlpässe, Ried konnte davon allerdings kein Kapital schlagen.

Unglückliches Eigentor von Grössinger
Die Oberösterreicher hatten durch einen Hadzic-Kopfball aus kurzer Distanz eine einzige große Chance in der ersten Halbzeit (28.), danach übernahmen die Heimischen das Kommando und kamen nach einer Standardsituation auch zur Führung. Nach einem Kröpfl-Eckball kamen die beiden Innenverteidiger Feldhofer und Vujadinovic quasi gemeinsam zum Kopfball, den abspringenden Ball beförderte der bedrängte Grössinger vor Sturm-Angreifer Okotie ins eigene Tor (36.).

Ranftl und Kröpfl, der nach einem Grössinger-Handspiel Elfmeter reklamierte statt auf das Tor zu ziehen, hätten sogar für eine höhere Pausenführung sorgen können. Dennoch schien Sturm auf gutem Weg zum Sieg, zumal Rieds Karner wegen Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog (49.). Doch in Unterzahl übernahmen die Oberösterreicher plötzlich das Kommando, kamen zu einigen Chancen und durch einen herrlichen Außenrist-Schuss von Gartler ins Kreuzeck sogar zum Ausgleich (61.).

Danach erfing sich Sturm, Ranftl und Weber vergaben ihre Chancen. Nachdem auch Schicker - nach einer harten Entscheidung - vorzeitig unter die Dusche musste, scheiterte zunächst zweimal Okotie, ehe Vujadinovic zuschlug. Ciftci fixierte aus abseitsverdächtiger Position in der Nachspielzeit den Endstand.

Stimmen zum Spiel
Markus Schopp (Trainer Sturm Graz): "Wir wussten, dass es kein leichtes Spiel wird. Aufgrund der letzten Negativergebnisse war die Mannschaft verunsichert. Die Mannschaft hat zwar Fehler gemacht, ich glaube aber, dass der Sieg aufgrund der zweiten Hälfte verdient war. Wir wissen, dass wir noch Luft nach oben haben."

Michael Angerschmid (Trainer Ried): "Wenn ich das Spiel nüchtern analysiere, muss ich sagen, dass wir in der ersten Halbzeit nicht unser Spiel gespielt haben. Man hat gemerkt, dass Sturm verunsichert ist, aber wir haben zu viele Fehler gemacht, sind nie richtig vorne reingekommen, dass wir Sturm wehtun können. Mit einem Mann weniger haben wir ganz gut gespielt, aber es ist bitter, wenn man immer wieder durch solche Entscheidungen verliert. Es war nicht das erste Mal heuer."

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