Bei Georgescu-Sieg:

Rumänien könnte bald Ukraine-Hilfe stoppen

Außenpolitik
04.12.2024 20:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der rechtsextreme rumänische Präsidentschaftskandidat Calin Georgescu will im Fall eines Wahlsiegs die Unterstützung für die Ukraine einstellen. Zudem stellt er auch ein Ende der derzeit über sein Land laufenden ukrainischen Getreideexporte in Aussicht. 

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 hat Rumänien Millionen Tonnen ukrainisches Getreide über seinen Schwarzmeerhafen Constanta exportiert, Kampfpiloten des Nachbarlandes ausgebildet und der Regierung in Kiew eine Patriot-Luftabwehrbatterie zur Verfügung gestellt. All das werde aufhören, sollte er gewinnen, sagte Georgescu in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein mit Raps beladener Tanker im Schwarzmeerhafen Constanta
Ein mit Raps beladener Tanker im Schwarzmeerhafen Constanta(Bild: APA/AFP/Daniel MIHAILESCU)

NATO-Ausgabenziel „interessiert mich nicht“
„Es ist unvorstellbar, dass neben uns inmitten Europas ein Krieg stattfindet, also wird definitiv eine Priorität sein, dass dieser Krieg in der Ukraine sofort gestoppt werden muss“, erklärte der überraschende Sieger der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Auf die Frage zur Einhaltung des NATO-Ausgabenziels sagte er: „Das ist völlig nebensächlich, das interessiert mich nicht einmal.“

Georgescu gilt als Bewunderer des alten und neuen US-Präsidenten Donald Trump, der immer wieder betont hat, dass die Europäer für ihre Sicherheit selbst bezahlen müssen und er nach dem Prinzip „America first“ handelt.

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