Darauf möchte man es bei Rapid aber nicht ankommen lassen. Die Hütteldorfer wollen die Saison unbedingt als Dritter abschließen, erlitten in diesem Zusammenhang aber durch die 1:3-Heimniederlage gegen Salzburg (Bericht in der Infobox) einen Rückschlag. Dennoch war Trainer Zoran Barisic bemüht, das Positive hervorzuheben. "Wir sind verdient in Führung gegangen, haben dann leider Geschenke verteilt. Trotzdem kann man auf diesem Spiel aufbauen. Das Ergebnis hat nicht zur Leistung gepasst, wir waren mehr als ebenbürtig. Dieses Spiel sollte uns für die nächsten Wochen Zuversicht geben."
Unter dem Nachfolger von Peter Schöttel gab es in zwei Partien einen Punkt - allerdings waren die Top-Teams Austria und Salzburg die Gegner. "Und wir konnten beiden mehr als Paroli bieten", beteuerte Barisic. "Unser Ziel ist ein Europa-League-Platz, und dafür werden wir alles geben. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg."
Barisic trotz 1:3 gegen Salzburg optimistisch
Ausgerechnet die "Bullen" dienen dem Wiener als Vorbild. "Die Salzburger haben auch länger gebraucht, bis ein Rad ins andere gegriffen hat. Dort wollen wir auch hin." Dabei wären die Salzburger schon am Samstag zu knacken gewesen, doch ein Patzer von Gerson leitete die Wende ein. "Fehler passieren im Fußball, wir gewinnen und verlieren gemeinsam. Ich werde ihm deswegen nicht den Schädel abreißen", versprach Barisic.
Der 43-Jährige blickte lieber schon auf den kommenden Sonntag, wenn es auswärts gegen Sturm zu einem richtungsweisenden Duell kommt. "Das wird eine sehr interessante und spannende Partie, doch wenn man unsere letzten Leistungen betrachtet, sollte man optimistisch sein", sagte Barisic.
Der neue Rapid-Coach bekam trotz der Niederlage indirekt Lob von Sportdirektor Helmut Schulte, schließlich stellte der Deutsche eine klare Steigerung im Vergleich zur Ära Schöttel fest. "Es hat Spaß gemacht zuzuschauen. Wir waren viel besser als vorher im Frühjahr. Der nächste Schritt ist gekommen, schade nur, dass es kein zählbares Ergebnis gegeben hat."
Bei Stefan Kulovits hingegen überwog deutlich der Ärger über die Niederlage. "Die Salzburger waren eigentlich am Boden, und wir haben sie wieder stark gemacht", meinte der Mittelfeldspieler, der nach einem Zweikampf mit Florian Klein den Strafstoß zum 1:2 verschuldete. "Für mich war dieser Elfmeter eine Gemeinheit", schimpfte Kulovits. Klein war naturgemäß anderer Meinung. "Ein Kontakt war da, der Elfer war zu geben", erklärte der ÖFB-Teamspieler.
Sturm Graz im Frühjahr schwach
Keine Diskussionen über Schiedsrichter-Entscheidungen gab es in Wolfsberg, zu klar war die 0:3-Niederlage von Sturm Graz gegen den WAC. "Viele Spieler sind verunsichert, daran gilt es zu arbeiten. Das geht nicht mit reden, das geht nur über Erfolgserlebnisse im Spiel", analysierte Markus Schopp nach seinem misslungenen Debüt als Sturm-Cheftrainer.
Während die Grazer mit zehn Punkten hinter Mattersburg (7) und Rapid (9) das schlechteste Frühjahrsteam der Bundesliga sind, befindet sich der WAC weiterhin in der Erfolgsspur. "Wir haben ein sehr komplettes Spiel gemacht, das war sicher ein Highlight in dieser Saison", sagte Coach Nenad Bjelica. Sein Klub könnte es so wie die Admira als Aufsteiger direkt in den Europacup schaffen. "Die Europa League ist schon realistisch, wir machen uns aber noch keine Gedanken darüber. Wenn es so kommt, wird es ein schöner Bonus für den ganzen Verein", betonte der Kroate.
Ried sieht Kampf um EL-Tickets gelassen
Auch in Ried sieht man dem Rennen um die Europacup-Tickets relativ gelassen entgegen. "Wir müssen jetzt schauen, dass wir Woche für Woche unsere Arbeit machen, damit es sich für die Europa League ausgeht", meinte Trainer Michael Angerschmid nach dem 2:1-Heimerfolg über Wiener Neustadt.
Die Innviertler haben außerdem noch die Chance, über den Cup ins internationale Geschäft zu gelangen. Im Semifinale am 8. Mai gastiert die Austria in der Keine-Sorgen-Arena, im Falle eines Aufstiegs der Rieder wäre der Europacupstart fix, sofern auch Red Bull Salzburg gegen den eigenen Satellitenklub FC Pasching ins Endspiel einzieht.
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