Rapid - Salzburg 1:3
Gegen Rapids körperbetonte Spielweise taten sich die Salzburger lange Zeit sehr schwer. Die Grün-Weißen hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel, hinderten die Bullen phasenweise durch Pressing an einem geordneten Aufbau. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde stellte sich der Meister besser auf die intensive Gangart der Wiener ein, zwingende Torszenen blieben vor der Pause aber aus.
Die ersten Tore fielen dann innerhalb von 80 Sekunden. Erst verschätzte sich der eben erst eingewechselte Florian Klein bei einem langen Pass von Gerson und Rapid-Flügelspieler Marcel Sabitzer servierte Alar den Ball zu dessen 15. Saisontor (63.). Praktisch im Gegenzug vertändelte Gerson den Ball, Hierländer schickte Alan auf die Reise und es stand knapp zwei Minuten später 1:1.
In der 70. Minute verwertete der Soriano-Ersatz dann einen nicht unumstrittenen Elfmeter sicher. Klein war nach einem Zweikampf mit Stefan Kulovits zu Boden gegangen, Drachta zeigte etwas zögerlich auf den Punkt. Für die Entscheidung sorgte Dusan Svento (90.) nach starker Vorarbeit von Kevin Kampl.
WAC - Sturm 3:0
Neben den beiden Ligaspielen hatte Wolfsberg zuletzt auch im Cup verloren, doch gegen Sturm kehrte die Truppe von Nenad Bjelica wieder auf die Siegesstraße zurück. Sturm hatte nach der Entlassung von Peter Hyballa auf frische Motivation gehofft, ist nach diesem bitteren Abend nun aber bereits fünf Runden ohne Sieg.
Die erste Hälfte war von eher zerfahrenem Bemühen geprägt, in dem die Grazer nach und nach den etwas stärkeren Eindruck hinterließ. Wolfsberg hingegen konnte die dichte Sturm-Abwehr lange nicht knacken und war zunächst in erster Linie aus Freistößen von Michael Liendl gefährlich. Kurz vor der Pause fand David De Paula aber doch noch eine Lücke in der Sturm-Abwehr. Nach seinem "Zuckerpass" setzte sich Topcagic gegen Dudic durch und jagte das Leder im Rutschen zum 1:0 und seinem neunten Saisontor unter die Latte (43.).
Wolfsberg blieb - motiviert von der Führung – auch nach der Pause am Drücker und war plötzlich sogar klar besser. Die logische Entscheidung zugunsten der Kärntner fiel dann innerhalb weniger Minuten. In der 71. holte Dudic nach einem schnellen Wolfsberg-Konter De Paula knapp innerhalb der Strafraumgrenze von den Beinen und erhielt dafür Rot. Liendl hatte mit dem Elfmeter keine Probleme (72.). Gleich darauf schlenzte Jacobo einen Freistoß von der Strafraumgrenze an die Latte, von wo der Ball vom Rücken des unglücklichen Sturm-Keepers Focher ins Gehäuse ging (75.).
Mattersburg – Wacker Innsbruck 1:2
Im Kellerduell feierte der FC Wacker Innsbruck in Mattersburg einen harterkämpften 2:1-Erfolg und schoss die Burgenländer damit ans Tabellenende. Ein Eigentor von Ivica Majstorovic (35.) sowie ein Treffer von Christopher Wernitznig (52.) sorgten für den vierten Sieg der Tiroler im vierten direkten Saisonduell. Für die Hausherren war vor 6.800 Zuschauern im Pappelstadion ein Tor des in der Schlussphase ausgeschlossenen Patrick Bürger (54.) zu wenig.
Die bereits seit acht Spielen sieglosen Mattersburger sind damit weiter das schlechteste Frühjahrsteam, haben 2013 nur einen Sieg gefeiert und stehen fünf Runden vor Schluss zum ersten Mal überhaupt am Tabellenende.
Der Abstiegskampf ist damit an Dramatik nicht mehr zu überbieten, die letzten vier Teams - Mattersburg (28), Admira Wacker Mödling (28), Innsbruck (29) und Wiener Neustadt (29) - sind nur durch einen Zähler voneinander getrennt. Für die Tiroler steht mit der Auswärtspartie bei Wiener Neustadt am kommenden Samstag das nächste Abstiegsduell bevor, die Mattersburger haben zeitgleich den um einen Europa-League-Platz kämpfenden WAC zu Gast.
Ried - Wiener Neustadt 2:1
Im Kampf um die Europacup-Plätze feierte die SV Ried einen wichtigen Heimerfolg. Die Innviertler setzten zum Auftakt der 31. Runde gegen den SC Wiener Neustadt mit 2:1 durch. Die Oberösterreicher drehten das Spiel vor allem dank Joker Toni Vastic, der dem Spiel nach seiner Einwechslung neues Leben einhauchte und in der 71. Minute den Siegestreffer erzielte.
Für die Niederösterreicher war ein Treffer von Stefan Rakowitz in der Anfangsphase (6.) zu wenig. Die anfangs verunsichert wirkenden Innviertler kamen dank tatkräftiger Mithilfe der Gäste aber noch vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich. Herbert Rauter sprang der Ball im Strafraum nach einer Flanke an die Hand und den verhängten Elfmeter verwertete Rene Gartler souverän zum 1:1 (42.).
Knackpunkt im Spiel war schließlich eine Gelb-Rote Karte für Manuel Wallner nach Schiedsrichterkritik in Minute 64. Für die Hausherren wurde es dadurch leichter und sie profitierten auch davon. Der zur Pause eingewechselte Vastic traf per Kopf zwar nur die Stange, sorgte per Abstauber aber für die erlösende Führung seiner Mannschaft (71.).
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