Am Sonntag wählt die 5000-Einwohner-Gemeinde Kirchdorf ein neues Stadtoberhaupt. Alle vier Gemeinderatsparteien schicken Kandidaten ins Rennen, eine Stichwahl gilt deshalb als sehr wahrscheinlich. Die Neuwahl nötig machte die Abwahl der Ex-Ortschefin.
Hochspannung in Kirchdorf: Am Sonntag wählt die Gemeinde im Traunviertel einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin. Alle Gemeinderatsparteien schicken Kandidaten ins Rennen: Für die SPÖ tritt Markus Ringhofer an, für die ÖVP Elisabeth Goppold. Grünen-Kandidatin ist Judith Oberdammer, für die FPÖ steigt Christoph Colak in den Ring.
Wahlschluss am Sonntag ist um 15 Uhr. Der Vierkampf macht eine Entscheidung im ersten Urnengang aber unwahrscheinlich, eine Stichwahl zwei Wochen später gilt daher als gesetzt.
Ex-Ortschefin abgewählt
Dass überhaupt neu gewählt werden muss, liegt an der Abwahl von Ex-Ortschefin Vera Pramberger (SPÖ). Die anderen Fraktionen sprachen ihr nach jahrelangen Konflikten im Zuge eines Budgetstreits die inhaltliche Eignung ab und leiteten per Misstrauensvotum eine Volksabstimmung ein. 59 Prozent stimmten dabei für die Abwahl von Pramberger.
Bei der letzten regulären Wahl 2021 konnte sich die ehemalige SPÖ-Ortschefin noch hauchdünn gegen ÖVP-Kandidaten Alexander Hauser durchsetzen: Sie wurde mit einem Vorsprung von nur drei Stimmen (966 zu 963) ins Amt gewählt.
Zweiter Urnengang nach Nationalratswahl
Die Entscheidung in Kirchdorf ist die zweite Wahl in Oberösterreich nach der Nationalratswahl Ende September. Die erste konnte in Goldwörth überraschend FPÖ-Kandidat Thomas Prihoda für sich entscheiden, der seitdem Bürgermeister in der einstigen ÖVP-Hochburg ist.
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