Die 100 Jahre alte Buchberghütte auf dem Schafberg brannte völlig nieder, Chef Helmut Schranz betrieb das beliebte Ausflugsziel bereits in dritter Generation. Wegen der Lage auf 1015 Metern Seehöhe mussten Hubschrauber Löschwasser aus dem Mondsee auf den Berg fliegen.
„Ich war immer so stolz und habe den Charakter der alten Hütte trotz Renovierungen bewahrt. Da ist so viel Herzblut drinnen. Ein Lebenswerk von drei Generationen ist zerstört“ – Helmut Schranz (53), Betreiber der Buchberghütte am Fuße des Schafbergs, ist fassungslos. Am Donnerstag wurde seine Hütte in Familienbesitz durch einen verheerenden Brand völlig zerstört – ausgerechnet heuer, als das beliebte Ausflugsziel das 100-jährige Ausschankjubiläum gefeiert hatte.
Rauchschwaden aus Tal sichtbar
Zunächst waren am Vormittag gegen 8 Uhr von Unterach am Attersee aus Rauchschwaden sichtbar gewesen. In der Hütte selbst war zum Zeitpunkt des Brandes niemand. Schranz hatte just am Vorabend das Wasser abgelassen und die Berghütte winterfest gemacht.
Mit 15 bis 20 Minuten Fahrzeit mussten sich die Feuerwehren bei winterlichen Straßenbedingungen ihren Weg zum Einsatzort im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich und Salzburg auf 1015 Metern Seehöhe bahnen. „Als wir angekommen sind, stand die halbe Hütte schon in Vollbrand“, sagt Einsatzleiter Christopher Fischer von der FF St. Gilgen.
Helis holten Löschwasser aus dem Mondsee
Die Lage auf der Eisenaualm machte die Löscharbeiten zur Herausforderung. „Wir haben hier heroben absolut keine Gelegenheit, zu Löschwasser zu kommen. Zwei Hubschrauber der Polizei haben Wasser aus dem Mondsee geholt“, berichtet Fischer. Zudem richteten die Florianis einen Pendelverkehr ein, um Wasser auf den Berg zu transportieren. Rund 100 Einsatzkräfte brachten den Brand schließlich unter Kontrolle.
„Es ist unsere Existenz“
Verletzt wurde durch die Flammen niemand. Die Buchberghütte selbst ist aber ein Totalschaden. Erst Anfang November verabschiedete man sich in die Winterpause, durch den Mountainbike-Boom sei die Gästezahl zuletzt stark angestiegen, so Schranz.
Nun ist die Zukunft ungewiss. „Aber es soll weitergehen“, sagt der Hüttenchef. „Es ist unsere Existenz, wir leben davon.“
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