Rallye nur für Frauen

Ohne Handy in der Wüste: „Würde es nochmal machen“

Steiermark
11.11.2024 08:00

Katharina Burkart aus der Steiermark nahm an einer Rallye nur für Frauen teil – eine extreme Erfahrung. Kein Kontakt zur Außenwelt, kurze Nächte und kaputte Straßen: „Ich würde es dennoch sofort noch einmal machen.“

Zehn Tage ohne Handy klingt für den modernen Mensch fast unvorstellbar. Zehn Tage ohne Handy in kalten Gebirgs- und heißen Wüstenregionen in den USA, Orientierung nur durch analoge Karten, dazu ein Verbot, mit Einheimischen zu reden – das klingt nach einem extremen Abenteuer. Und dennoch sagt Katharina Burkart: „Ich würde es sofort noch einmal machen.“ Mehr noch: „Ich hab sogar das Gefühl, ich muss das noch einmal machen!“

Die gebürtige Deutsche, die seit 16 Jahren in der Steiermark lebt und bei Magna Powertrain in Lannach arbeitet, hat heuer die Rebelle Rallye in den Vereinigten Staaten gemeistert. Nur weibliche Teams dürfen teilnehmen. Magna brachte zwei (mit selbst hergestellten Verteilergetrieben ausgestattete) Jeeps an den Start, Burkart ergatterte eines der Tickets.

Die Rallye führte durch unwegsames Gelände.
Die Rallye führte durch unwegsames Gelände.(Bild: Ernesto Araiza)

Von den kühlen Bergen in die heiße Wüste
„Ein Kollege hat zu mir gesagt: Du bist perfekt geeignet“, erzählt die Entwicklerin. Die dreifache Mutter nahm die Herausforderung an. Im September wurde eine Woche lang in den USA trainiert, dort lernte sie auch ihre Co-Pilotin Kerstin Brandt – eine nach Kanada ausgewanderte Deutsche – kennen.

Die Rallye selbst fand im Oktober statt. Los ging es in den Bergen Nevadas („ich habe zwei Schlafsäcke übereinander gebraucht“), geendet hat sie im heißen Kalifornien. „Wir hatten alles dabei: Steine, Staub, Wüste.“ Und auch eine „gruselige Situation“, als sich Burkart verfuhr und sich plötzlich unter einem Hochspannungsmast an einer halb abgerissenen Straße wiederfand.

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Teilweise kam es mir vor wie im Gefängnis. Es war anstrengend, aber dennoch sehr lustig.

Katharina Burkart

„Teilweise kam es mir vor wie im Gefängnis“
Ziel war es, 20 versteckte Kontrollpunkte entlang der Strecke zu erreichen. Abends musste man zeitgerecht im Camp sein, wo es Verpflegung und einen Zeltplatz gab. Tagwache: um 4.30 Uhr. Burkart: „Teilweise kam es mir vor wie im Gefängnis. Es war anstrengend, aber dennoch sehr lustig.“

68 Teams gingen an den Start, darunter nur ganz wenige Europäerinnen. Alle durften sich gegenseitig helfen. Am Ende wurde es für Burkart und Brandt ein Platz im Mittelfeld – nicht ganz das erhoffte Resultat. Und auch deshalb ein Ansporn, es noch einmal zu versuchen.

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