Erschreckende Szenen. Absolut schaurig, was sich da in Amsterdam zugetragen hat! Ausgerechnet zum Zeitpunkt der Gedenkfeiern an die Nazi-Novemberpogrome kam es in der Hauptstadt der Niederlande rund um das Fußballspiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv, zu dem auch viele israelische Fans angereist waren, zu unvorstellbaren Gewaltausschreitungen: Schlägertruppen jagten israelische Fußballfans in der Nacht durch die Millionenstadt und prügelten auf sie ein. Vor Hotels, in die sich Angegriffene flüchten konnten, sammelten sich, so wird berichtet, antisemitische Schläger und riefen stundenlang „Allahu akbar“ („Allah ist groß“). Die israelische Regierung reagiert mit der Entsendung des Außenministers in die Niederlande – vor allem flogen Sondermaschinen nach Amsterdam, um die Fußballfans nach Hause in Sicherheit zu bringen. Zugewanderter Antisemitismus, mit dem Europa nicht fertig wird. Was für eine erschreckende Entwicklung!
Volles Risiko. Bei der Bildung der türkis-rot-pinken Zuckerl-Koalition staubt es bereits. Aktuell geht es um den möglichen dritten, kleineren Partner an der Seite der einstmaligen Großparteien ÖVP und SPÖ, die gemeinsam nur eine mehr als dünne Parlamentsmehrheit zustande bringen. Am kommenden Montag sollte in den Verhandlungen über die Hinzuziehung eines kleinen Partners debattiert werden. Doch während die ÖVP auf die Neos setzt, sind der SPÖ die Grünen näher. Immer öfter hört man nun, dass man – auch nach den schlechten Erfahrungen der gerade geplatzten deutschen Dreier-Ampel-Koalition – hierzulande möglicherweise lieber zu zweit bleibt. Mit vollem Risiko: Denn Türkis und Rot haben nur 92 Sitze im Nationalrat, also die kleinstmögliche Mehrheit. Fällt nur ein einziger Abgeordneter aus oder nur ein einziger Nationalrat um, dann ist die Mehrheit futsch. Und die Koalition vermutlich ebenso…
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