Für das Hoch seiner Mannschaft macht Bjelica vor allem die mentale Komponente verantwortlich. "Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Diese Mentalität gewinnt manchmal auch Spiele. Diese positiven Dinge passieren, wenn du mit dieser Überzeugung in ein Spiel gehst", sagte der 41-Jährige. Allein der Elan, mit dem der ehemalige Internationale seine Elf von der Seitenlinie dirigiert, spricht Bände. Den einen oder anderen Disput mit den Unparteiischen inbegriffen.
WAC-Goalie Dobnik: "Besser kann man nicht spielen"
Nach Sturm Graz und Rapid bezwang der WAC mit der Austria in seiner Premierensaison in der Bundesliga nun auch den dritten "Großen". Die Favoritner trifft man dabei im Cup-Viertelfinale am 17. April in der Lavanttal-Arena wieder. Auf einen ähnlichen Spaziergang dürfen sich die Heimfans der Kärntner laut Torhüter Christian Dobnik aber nicht einstellen. "Wenn man 4:0 bei einer Austria gewinnt, die zu 99 Prozent Meister ist - besser kann man nicht spielen", sagte der erneut unbezwungene Schlussmann.
Austria-Coach Stöger: "Stimmung ist nicht die allerbeste"
Bei der Austria stand indes erstmals seit langer Zeit wieder die Aufarbeitung einer Niederlage auf dem Programm. "Im Moment ist die Stimmung nicht die allerbeste. Wir werden uns aber jetzt nicht eine Woche zusammensetzen und ausweinen, weil wir ein Spiel verloren haben", sagte Peter Stöger nach der höchsten Heimniederlage der Wiener seit dem 0:4 im Cup-Viertelfinale gegen Austria Lustenau im April 2011. Damals sorgte die Niederlage für Aufruhr unter der Anhängerschaft. Dass diese ihre Mannschaft nach den Unstimmigkeiten der vergangenen Woche mit "Wir werden Meister"-Chören verabschiedete, war sogar dem Austria-Trainer unheimlich: "Ich war sogar ein wenig gerührt, dass es in diese Richtung geht."
Nach 18 Runden ohne Niederlage erlebte der Spitzenreiter einen rabenschwarzen Tag. Während sich die Austria in dieser Partie bei Sitzern von Philipp Hosiner, Tomas Jun oder Roman Kienast als Meister der Ineffizienz entpuppte, war beim Aufsteiger aus Kärnten fast jeder Torschuss ein Treffer. Nach der kalten Dusche für die Wiener durch Jacobo (2.) trafen noch Manuel Kerhe (19.), erneut Jacobo (63.) sowie Mihret Topcagic (88.) - Austria-Torhüter Heinz Lindner fischte mehr Bälle aus dem Netz, als er abwehren durfte.
Ortlechner: "Nicht die Austria der vergangenen Wochen"
Sein Kapitän Manuel Ortlechner hatte bereits kurz nach Anpfiff eine böse Vermutung. "Wir haben uns viel vorgenommen, aber es hat von Anfang an die Präsenz gefehlt. Das war nicht die Austria der vergangenen Wochen", sagte der Innenverteidiger. Vor allem in der Defensive habe man sich anfällig wie schon lange nicht mehr präsentiert. "Das muss man sachlich und nüchtern analysieren, die Schlüsse ziehen und nächste Woche besser machen", meinte Ortlechner, der auch ergänzte: "Heute geht sicher keiner heim und sagt: 'Egal, es ist nichts passiert.'"
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