Nach neun Jahren wird Innsbruck wieder auf der großen europäischen Volleyball-Bühne spielen: Hypo Tirol konnte auch die letzte Quali-Hürde in Holland nehmen – und wird ab November gegen die Creme de la Creme von Europa antreten. Wo, ist allerdings noch offen.
Böse Zungen behaupten: Schlaf gab’s wenn überhaupt nur am Tresen im Hotel da um vier Uhr Morgens sowieso wieder Abfahrt war! „Ich hab jedenfalls Feiern ausgegeben“, war Manager Hannes Kronthaler glücklich.
Durfte er auch: Seine Hypo-Truppe spazierte durch die Qualifikation für die höchste Volleyball-Klasse Europas, gab in sechs Partien nur einen Satz ab! „Technisch hochwertig, abgeklärt und sehr reif – Doetinchem ist ja keine Laufkundschaft.“ Das 3:0 (20, 21, 24) in der fast ausverkauften Halle der Holländer war das Sahnehäubchen einer extrem starken dreiteiligen Vorausscheidung. Und für die Erfolge gab’s obendrauf vom internationalen Verband um die 25.000 Euro Siegprämie.
Die Kronthaler teilweise wieder investieren wird müssen – weil die Olympiaworld nur gegen die Polen aus Zawiercie am 14. Jänner für Arthur Nath und Co. zur Verfügung stehen wird. Doch die Volleyball-Fans dürfen hoffen, dass die anderen Heimspiele (Mailand/20. November und Roeselare/4. Dezember) auch in Innsbruck ausgetragen werden: „Wir kämpfen um die USI-Halle“, stellt der Manager klar. Auch wenn sie nur mit Kategorie 3 versehen ist – immer noch besser als jene in Roeselare (4), einem Gegner der Tiroler; auch wenn sie nur für knapp 2000 statt der im Regulativ vorgeschriebenen 5000 Fans Platz bietet
Ein Heimvorteil wäre in der Königsklasse von Vorteil. „Weil wir die Gegner fordern wollen“, glaubt Kronthaler an sein Team. „Die polnischen und italienischen Ligen sind die besten in Europa, die Belgier sind unsere Kragenweite.“ Es wird schwer, verdammt schwer „gegen die Echten“: Nur die fünf Gruppensieger stehen fix im Viertelfinale, die Zweiten und der beste Dritte spielen in einem Playoff um die drei weiteren K. o.-Plätze.
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