Wer hätte das gedacht?
Ein Jahr und ein paar Tage nach der größten Terrorkatastrophe, die Israel je erleben musste, steht der Mann, dem fast das ganze Land (nicht zu Unrecht) die Schuld daran gegeben hat, wie der große Held Israels da – Bibi Netanyahu.
Netanyahu hatte die Hamas unterschätzt, gedacht, er könne die Islamisten kaufen, indem er zuließ, dass das Golfemirat Katar monatlich bis zu 35 Millionen Dollar in dicken Koffern in den Gazastreifen bringen ließ. Geld, das als Entwicklungshilfe gedacht war, und von dem Netanyahu sich nicht Frieden, aber doch zumindest Ruhe versprach. Tatsächlich wurden die Millionen von der Hamas aber nur in Waffen und Terrorinfrastruktur investiert.
Dann das Versagen der Geheimdienste, die alle Warnungen vor einem großen bevorstehenden Terrorangriff – und es gab derer einige – in den Wind schlugen. Sie dachten ebenfalls, die Hamas sei ruhiggestellt.
Netanyahu, hieß es lange, müsse den Gazakrieg führen, weil er am Tag des Kriegsendes weg wäre von der politischen Bildfläche.
Heute würde er jede Wahl gewinnen. Er hat die größten Feinde Israels eliminiert – den Politchef der Hamas Ismail Haniyya, den libanesischen Hisbollah-Terror-Scheich Hassan Nasrallah und jetzt auch noch Yahya Sinwar, den Drahtzieher des 7. Oktober.
Kann Netanyahu die jetzige Chance nützen und seinem Land echten Frieden bringen? Dann wäre er wirklich ein Held.
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