Die drei Zentimeter an Neuschnee sind laut dem Wiener ZAMG-Meteorologen Alexander Orlik hingegen auch nach dem 20. März nicht außergewöhnlich, Anfang April 1996 wurden etwa gleich 23 Zentimeter gemessen. "Doch bleibt der in der Regel nicht lange liegen, weil ihn die Sonne wegschmilzt", sagte Orlik. Dass der Osten Österreichs, wie prognostiziert, durchgehend zumindest bis Dienstag von einer Schneedecke bedeckt sein wird, ist tatsächlich äußerst selten.
Kalte Luft aus der Arktis
Schuld an den eisigen Temperaturen ist die kalte Luft aus der Arktis, die immer noch über Österreich liegt. Potenziell wärmende Sonnenstrahlen werden zudem von der dicken Wolkenschicht nicht durchgelassen. Der Effekt: "Es ist um sieben bis zehn Grad zu kalt für die Jahreszeit", erklärte Orlik.
Wann tatsächlich der Frühling ins Land zieht, ist laut der aktuellen Prognose nicht ganz ersichtlich. Ab Mittwoch könnte es zumindest mit den Minusgraden vorbei sein. "Es wird positiver - oder zumindest weniger negativ", meinte Orlik. Zwar dürfte es am Vormittag besonders im Osten und Süden bei Frühtemperaturen von ungemütlichen minus acht bis null Grad noch schneien, doch sollte es von Westen her auflockern und sonnig werden. Die Quecksilbersäule klettert auf zehn Grad.
Ab Freitag deutliche Plusgrade
Bis Freitag ist es mit der Sonne zwar wieder vorbei, die Temperaturen sollten aber dennoch deutlich in den Plusgraden bleiben. Ob die warme Luft aus dem Süden in den kommenden zehn Tagen endgültig über den arktischen Einfluss triumphiert, ist nach derzeitigem Stand noch unklar.
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