Di, 21. August 2018

American Footbal

16.09.2005 10:23

Heimspiele von New Orleans in NY und Texas

Hurrikan Katrina hat die New Orleans Saints ihren Heimvorteil gekostet. Als einer der unzähligen Folgeschäden der schrecklichen Verwüstungen der Natur-Katastrophe müssen die "Heiligen" ihre acht Heimspiele in der National Football League der USA (NFL) in drei verschiedenen fremden Stadien austragen. Der Superdome, in dem sonst 70.000 Zuschauer die Spiele beobachten, war während und nach dem Hurrikan als Notunterkunft für bis zu 30.000 Menschen genutzt worden. Wegen starker Schäden an Dach und Bodenkonstruktion muss die Riesenhalle möglicherweise sogar abgerissen werden.

"Das Erste war, dass die Nöte der betroffenen Region weiter Priorität haben", sagte NFL-Boss Paul Tagliabue nach einem Treffen mit Saints-Besitzer Tom Benson und Vertretern der Staatsregierung von Louisiana, bei dem der Ersatzspielplan verabschiedet wurde. "Und das Zweite war, einen Terminplan zu finden, der unter den gegebenen Umständen Sinn macht."

Erstes "Heimspiel" in New York
So werden die Saints ihren "Heimauftakt" gegen die New York Giants am nächsten Montag in deren Giants-Stadion in East Rutherford im US- Bundesstaat New Jersey, unmittelbar vor den Toren Manhattans, austragen. Ein Teil der Zuschauereinnahmen fließt in den Fond zu Gunsten der Hurrikan-Opfer, für den die NFL schon fünf Tage nach dem Desaster eine Million Dollar gespendet hatte.

Rest in San Antonio und Baton Roughe
Von den übrigen "Heimspielen" werden die Schützlinge von Cheftrainer Jim Haslett vier im Tiger Stadium der Louisiana State University in Baton Rouge bestreiten, die restlichen drei im Alamo Dome in San Antonio, der 65.000 Fans Platz bietet. In der texanischen Zwei-Millionen-Metropole, knapp 800 Kilometer von New Orleans entfernt, residiert das Team seit der Katrina-Katastrophe mit dem gesamten Verwaltungs- und Mitarbeiterstab sowie der knapp hundertköpfigen sportlichen Abteilung. "Unsere Spiele hier sind das Dankeschön für die Hilfe und Unterstützung", erklärte Benson, der früher als Inhaber einer Kette von Gebrauchtwagenläden in Süd-Texas geschäftlich engagiert war, "wir hatten keinen anderen Ort, wohin wir hätten gehen können."

Das Tigers Stadium fasst sogar 90.000 Zuschauer, wird allerdings derzeit umgebaut und hat einige, wenn auch nicht allzu gravierende Hurrikan-Schäden abbekommen. Da Baton Rouge nur 125 Kilometer von New Orleans entfernt ist, erwarten die Saints hier noch am ehesten einen Heimvorteil. "Es ist schön, dass wir einige Spiele in unserem Heimatstaat spielen können. Aber letztlich ist mir egal, wo wir spielen. Wir bemühen uns nur, möglichst viele Spiele zu gewinnen", sagte Headcoach Haslett.

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