Meint‘s Max Verstappen mit seinem angedrohten Rücktritt wirklich ernst? „Man muss ihn ernst nehmen“, sagt Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko in einem Interview mit „formel1.de“.
Verstappen habe „sehr, sehr viel erreicht“, so Marko: „Für ihn ist wichtig, dass er Spaß und Lust an dem ganzen Sport hat. Und wenn ihm das vermiest wird, dann meint er das auch ernst.“
„Zweierlei Maß“
Außerdem ortet Marko „zweierlei Maß“, mit denen FIA messe. Während Verstappen wegen dezenter Fluch-Ansätze abgemahnt und sogar verurteilt wurde, sei etwa Haas-Teamchef Günther Steiner für ähnliche Ausdrücke via Netflix-Serie zur Kultfigur mutiert. Und: „Max hat ja nicht gegen eine Person geschimpft, sondern sein eigenes Auto gemeint“, präzisiert Marko.
Zum Hintergrund: Weil er den Red-Bull-Boliden im Qualifying von Baku „im A...“ verortete, gab‘s für Serienweltmeister Verstappen einen Rüffel von der FIA. Die Ausdrucksweise sei mit seinem Vorbild-Status nicht kompatibel. Max wurde zu Sozialarbeit verdonnert. Der Verurteilte reagierte trotzig. Etwa in dem er bei einer Pressekonferenz nur einsilbige, aussageschwache Antworten gab, um seinen Unmut zu illustrieren.
„Hoffe nicht“
Das tat er später noch viel unverblümter. Nicht einmal seinen Rücktritt schloss er aus. So mache das Rennfahren keinen Spaß. „Die Formel 1 wird auch ohne mich weitergehen“, fauchte der Niederländer. Völlig von der Hand zu weisen seien seine Gedanken nicht, mein Marko: „Aber ich hoffe nicht, dass die jetzige Situation wirklich einen baldigen Rücktritt bewirken würde.“
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