Sie sind Bodenbrüter, lieben steppenartige, trockene Gebiete und werden mit Fasanen-Hennen leicht verwechselt, mit denen sie sich den Lebensraum teilen: Alles Faktoren, die die edlen Tiere in letzter Zeit stark dezimiert haben. Und nun hat auch noch die Jagd begonnen – Abschuss-Beschränkungen gibt es keine.
In NÖ sind Rebhühner, laut „BirdLife“ auf der Roten Liste als sehr geschützte Art angeführt, von der Flutwelle überrascht worden. „Vor allem Jungtiere konnten sich nicht vor den Wassermassen retten“, weiß Hans Frey, Leiter der Vogelschutzstation Haringsee, Bezirk Korneuburg. Diese scheuen Vögel sind ohnehin hierzulande selten geworden: In den letzten 25 Jahren ging der Bestand um drei Viertel (!) zurück. Nässe, Kälte und zerstörte Lebensräume könnten den Bodenbrütern jetzt noch mehr zusetzen, befürchtet man.
Nächste Bedrohung: Kürzlich hat die Jagdsaison begonnen
Die nächste Dezimierung ist bereits angelaufen: Seit 21. September dürfen die Tiere in Niederösterreich nun gejagt werden. Und im Gegensatz zu anderen Arten gibt es keine fixen Abschusspläne. Da Rebhühner oft in denselben Regionen leben wie Fasane, fallen sie der Flinte auch „indirekt“ zum Opfer. Erschwerend für die Tiere kommt hinzu, dass sie meist in (familiären) Gruppen unterwegs sind: Ein Schuss ist somit meist nicht nur für ein einziges Tier tödlich.
Infos und Schutzkampagne: www.bundesjagdgesetz.at
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