Plante Raketenhagel
Wohl hochrangiger Hisbollah-Kommandant getötet
Jener hochrangige Hisbollah-Kommandant, der für den Raketenhagel auf Israel federführend gewesen sein soll, dürfte im Zuge eines Luftangriffs getötet worden sein. Damit scheint Israel ein entscheidender Schlag gegen die islamistische Terrormiliz Hisbollah gelungen zu sein.
Israel und die radikalislamische Hisbollah im Libanon haben ihre Gefechte am Dienstag fortgesetzt. Die Lage droht zu eskalieren. Das israelische Militär teilte mit, es habe Dutzende Hisbollah-Ziele im Südlibanon sowie auch in Beirut angegriffen. Mehr als 50 Geschosse seien vom Libanon aus auf den Norden Israels abgefeuert worden. Laut libanesischen Angaben wurden bei israelischen Luftangriffen bisher 550 Menschen getötet. UNO-Vertreter schlugen Alarm.
Luftschlag auf Vorort Beiruts
Bei einem dieser Angriffe dürfte laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auch der Hisbollah-Befehlshaber Ibrahim Qubaisi getroffen worden sein. Qubaisi war ein führender Kommandeur der Raketen-Streitkräfte der Hisbollah. Der Angriff soll sich in einem Vorort Beiruts ereignet haben, der als Hochburg der libanesischen Terror-Organisation gilt. Bei dem Luftangriff sollen Behörden zufolge sechs Menschen getötet und 15 verletzt worden sein.
Bei den schweren Angriffen Israels im Libanon wurden zudem zwei Mitarbeiter des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR getötet. Die Organisation sei „entsetzt und zutiefst traurig“ über die Tötung ihrer Mitarbeiter, teilte UNHCR mit. Das Wohnhaus einer Kollegin, die seit zwölf Jahren im UNO-Büro im Osten des Landes arbeitete, sei von einer israelischen Rakete getroffen worden. Auch ihr jüngster Sohn sei dabei getötet worden. Der weitere getötete Mitarbeiter habe seit Jahren im Büro in der Küstenstadt Tyros gearbeitet. UNHCR sei „empört über die Tötung unserer Kollegen“.
„Große Zahl“ an Hisbollah-Mitgliedern getötet
Alleine am Montag hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben mehr als 1600 Ziele angegriffen, um militärische Ziele der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz zu zerstören. Dabei sei eine „große Zahl“ an Hisbollah-Mitgliedern getötet worden, erklärte die Armee. Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden bei den israelischen Angriffen am Montag mindestens 492 Menschen getötet. Am Dienstag sprach Gesundheitsminister Firass Abiad von nunmehr 558 Toten. Darunter seien 50 Kinder und 94 Frauen. 1.835 Menschen seien verletzt worden.
Israels Militär-Generalstabschef Herzi Halevi kündigte indes weitere Angriffe auf die Hisbollah an. Der Miliz dürfe keine Pause gegönnt werden. „Die Situation erfordert anhaltendes, intensives Handeln in allen Bereichen.“ Später teilte das Militär mit, Ziele in Beirut angegriffen zu haben. Der Luftangriff habe einem Kommandanten der Hisbollah gegolten, verlautet aus Sicherheitskreisen im Libanon.









Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.