Der Wirtschaftsstandort Niederösterreich ist schwer gefährdet! Das sehen zumindest Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus und Kammerpräsident Wolfgang Ecker so. Denn im Vergleich zum AMS wird beim selbst geführten Monitoring 75 Prozent mehr an vakanten Stellen in den Betrieben angezeigt. In welchen Bereichen die meisten Kräfte fehlen …
Aufhorchen lässt der heimisch e Wirtschaftsbund (WBNÖ) mit Zahlen: Denn mit 27.251 offenen Stellen sind beim selbst geführten Monitoring um fast 75 Prozent mehr vakante Arbeitsplätze gemeldet, als beim Arbeitsmarktservice (AMS), das Ende August 15.648 zu besetzende Plätze ausweist.
Wirtschaftsstandort ist gefährdet
Damit unterstreichen Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus, dass der Arbeitskräftemangel weitaus schlimmer ist, als man aus den Zahlen des AMS folgert. Das Duo fordert rasche Maßnahmen, um den Standort NÖ zu sichern.
Am meisten gesucht: „Handel, Logistik und Verkehr“
Den größten Mangel gibt es laut WBNÖ in der Kategorie „Handel, Logistik und Verkehr“ mit 6128 offenen Stellen, gefolgt von „Soziales, Gesundheit und Schönheitspflege“ mit 4053 sowie „Bau, Baunebengewerbe, Holz und Gebäudetechnik“ mit 3402 vakanten Arbeitsplätzen.
Das AMS betont, dass Unternehmen nicht verpflichtet sind, ihre freien Stellen zu melden. „Aber wir stellen auch fest, dass die NÖ-Unternehmen weiterhin sehr intensiv auf Personalsuche sind. Zwar sind bei uns heuer im August 12,4 % weniger freie Stellen als im Vorjahres-August gemeldet, aber dieses Angebot liegt um beinahe ein Viertel über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019“, erklärt Martina Fischlmayr vom AMS NÖ gegenüber der „Krone“. 52.780 Stellen seien heuer bereits wieder mit einer passenden Arbeitskraft besetzt worden, so die AMS-Sprecherin abschließend.
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