Auf der Toscana-Halbinsel in Gmunden scheint der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes in weiter Ferne. Trotz eines Baubescheids für die Errichtung eines Hotels steht das Haus am Traunseeufer seit langer Zeit leer. Es wird auch nicht saniert. Die Sorgen vor dem Verfall werden deshalb immer größer.
Viereinhalb Jahre sind seit dem Bekanntwerden der Pläne für ein Hotel mit 300 Betten beim Landschloss Ort vergangen. Damals wurde eine Eröffnung im Jahr 2023 in Aussicht gestellt. Doch das denkmalgeschützte Gebäude steht immer noch leer. Bürgermeister Stefan Krapf (VP) musste zuletzt den in diesem Jahr auslaufenden Baubescheid um weitere zwei Jahre verlängern.
Es heißt, dass nächstes Jahr mit dem Bau begonnen werden soll. Der Baubescheid gilt noch zwei Jahre.
Stefan Krapf, ÖVP-Bürgermeister
„Spätestens dann muss gebaut werden. Eine weitere Verlängerung ist nicht mehr möglich. Da die Stadt nicht Vertragspartner, sondern nur Baubehörde ist, kann ich auch nicht viel mehr zum Projekt sagen“, so der Stadtchef. Kompliziert sind auch die Besitzverhältnisse, vereinfacht gesagt, haben sowohl die Bundes- als auch die Landesimmobiliengesellschaft Anteile an der Toscana-Halbinsel und dem Landschloss. An Investoren wurde das Areal verpachtet.
Es ist eine bodenlose Frechheit, dass man ein denkmalgeschütztes Gebäude so verfallen lässt.
Dominik Gessert, SPÖ-Stadtrat
„Das traurige ist, dass sich niemand um das Schloss kümmert. Es verkommt zu einem Schandfleck“, ärgert sich SP-Stadtrat Dominik Gessert. Auf dem Gebäude wurde schon vor einiger Zeit eine blaue Plane angebracht. Sie weist riesige Löcher auf. Regen dringt in das Haus ein.
Denkmalschutz ist informiert
Am Traunsee wird mittlerweile auch schon darüber spekuliert, dass der Verfall bewusst in Kauf genommen werde, um so den Denkmalschutz auszuhebeln. Ohne die strengen Auflagen wären sowohl der Abriss als auch die Errichtung des Hotels einfacher und damit auch günstiger. „Der Denkmalschutz muss dringend tätig werden“, meint Umweltstadtrat Philipp Wiatschka. Er hat bereits mehrfach angefragt. „Aber ich habe keine zufriedenstellenden Antworten erhalten.“ Denkm
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