Ried - Austria Wien 1:3
Bei der Austria musste der beim 4:0 gegen die Admira überzeugende Dilaver rechts defensiv für Koch weichen, Jun kehrte nach seiner Zwei-Spiele-Sperre in die Startelf zurück. Und der Tscheche bewies sogleich seinen Wert: Jun nahm einen weiten Pass gekonnt mit und bediente Grünwald, der überlegt abschloss. Der Mittelfeldmann erwies sich damit als Wiederholungstäter, hatte er doch schon beim 1:0 in Ried im August entscheidend getroffen. Überzeugen konnte Jun auch als Freistoßschütze. Nur drei Minuten nach der Führung stellte er Rieds Torhüter Gebauer vor Probleme, beim vermeintlichen 2:0 durch Ortlechner stand der Austria-Kapitän knapp im Abseits (16.). Die Führung der Wiener war zu diesem Zeitpunkt verdient, der Tabellenführer präsentierte sich ballsicherer als die Hausherren.
Ein Foul in Strafraumnähe führte Sekunden vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich: Reifeltshammer köpfelte einen Hadzic-Freistoß unbedrängt ins Netz. Die Austria verdaute den Schock in der Pause jedoch gut und legte nach Wiederanpfiff sogleich einen Gang zu - die neuerliche Führung der Stöger-Elf lag in der Luft. Jun krönte sein "Comeback" schließlich mit seinem sechsten Saisontor aus kurzer Distanz, Suttner hatte zuvor die Lücke in Rieds Hintermannschaft gefunden. Ried antwortete durch den engagierten Meilinger, bei einem abgefälschten Schuss des Flügelspielers (78.) hatte die Austria Glück. Praktisch im Gegenstoß leistete sich Gebauer aber einen folgenschweren Patzer. Der Keeper rutschte auf dem Ball aus, und der für Hosiner eingewechselte Kienast staubte ins leere Tor ab.
Rapid Wien – Sturm Graz 1:1
Der SK Rapid und Sturm Graz müssen weiterhin auf ihren ersten Bundesliga-Sieg im Frühjahr warten. Das Spitzenspiel der Runde endete durch Treffer von Boskovic (29.) bzw. Vujadinovic (60.) mit einem 1:1, womit beide Klubs den Anschluss zu Red Bull Salzburg verpassten. Rapid erwischte den besseren Start und agierte mit viel Vorwärtsdrang, ließ aber zunächst noch die nötige Präzision vermissen. In Minute 5 verzog Burgstaller aus guter Position, in der 26. Minute scheiterte Boyd nach Alar-Zuspiel an Torhüter Focher. In der 29. Minute aber war der Sturm-Goalie geschlagen. Nach einer schönen Aktion über Hofmann, Burgstaller und Katzer schoss Boskovic ein - allerdings aus abseitsverdächtiger Position.
Danach hatte Burgstaller in der 31., 33. und 39. Minute die Chance auf das 2:0, er vergab aber. Sturm verzeichnete in der ersten Hälfte keine nennenswerte Offensivaktion, kam aber wie verwandelt aus der Pause. Okotie hatte in der 51. Minute die große Gelegenheit aufs 1:1 - der Stürmer köpfelte nach Freistoß von Klem aus wenigen Metern daneben. In der 57. Minute schoss Tobias Kainz ebenfalls aus kurzer Distanz drüber, drei Minuten später bereitete er allerdings den Ausgleich mit einem Eckball vor: Vujadinovic sprang höher als die Rapidler und war per Kopf erfolgreich. In der Folge fanden die Grün-Weißen wieder besser ins Spiel, wirklich nahe kamen sie dem 2:1 aber nur in der 65. Minute, als Boyd das Außennetz traf.
Wacker Innsbruck - Wiener Neustadt 1:0
Die Tiroler gewannen das Kellerduell gegen Wiener Neustadt 1:0 und feierten schon den dritten Heimsieg in Folge. Bei einem Konter spielte Hauser den öffnenden Pass auf Schütz, und der 21-Jährige vollendete flach ins linke Eck zum frühen 1:0 (8.). Bei den Wiener Neustädtern waren die Folgen zahlreicher Ausfälle nicht zu übersehen, vor allem der gesperrte Hlinka und der grippekranke Ramsebner fehlten. Nach einer halben Stunde wendete sich das Blatt wie aus dem Nichts, Neustadt übernahm das Kommando und drängte plötzlich auf den Ausgleich, Rakowitz (33.) und Rauter (35., 38.) scheiterten aber für die Gäste. Nach der Pause war es dann ein Match, das sich die Bezeichnung "Nachzüglerduell" redlich verdiente. Kampf und Krampf regierten, gelungene Aktionen waren Raritäten.
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