VCÖ-Mobiltätspreis

Drei Vorzeigeprojekte für klimaschonende Mobilität

Wirtschaft
14.09.2024 06:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Bereits zum 20. Mal ist am Freitagvormittag im Bregenzer Landhaus der von Verkehrsclub Österreich (VCÖ), ÖBB und Land Vorarlberg ausgelobte Mobilitätspreis verliehen worden. Die Siegerprojekte im Porträt.

Der Bereich Mobilität ist in Vorarlberg bekanntlich der größte Bremsklotz auf dem Weg zur „Energieautonomie 2050“. Nach wir vor nimmt die Zahl der privaten Kfz zu, der Großteil davon wird immer noch von Verbrennermotoren angetrieben. Oder wie es der zuständige Landesrat Daniel Zadra (Grüne) formuliert: „Obwohl wir in Vorarlberg Klimaticket-Rekorde brechen und erstmals 50 Prozent aller Wege zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis zurückgelegt werden, sind wir noch lange nicht am Ziel.“

Umso wichtiger ist es, Projekte vor den Vorhang zu holen, die Impulsgeber für ein neues Mobilitätsverhalten sein können. Bei der diesjährigen Vergabe des VCÖ-Mobilitätspreises wurde drei solche Vorzeigeprojekte ausgezeichnet.

Die heurigen Gewinner sind:

  1. Energieinstitut Vorarlberg: Um mehr Beschäftigte zu motivieren, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Öffentlichen Verkehr oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu kommen, hat das Energieinstitut einen Leitfaden für „Zielgruppensensibles Mobilitätsmanagement“ entwickelt. Ausgangspunkt war, dass bei der Firma Collini in Hohenems Beschäftigte im Schichtbetrieb sowie besonders autoaffine Personen mit den bisherigen Maßnahmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement kaum erreicht wurden. Das Energieinstitut Vorarlberg hat daraufhin mit den betroffenen Zielgruppen einen Mobilitätsrat durchgeführt, um die Arbeits- und Lebensrealität der Beschäftigten besser zu verstehen und um gemeinsam Ideen für Maßnahmen zu entwickeln. Unter anderem wurde ein Aktionsmonat durchgeführt, mit dem Ziel, möglichst häufig auf das Privatauto zu verzichten. Jedem Beschäftigten wurden dabei Gutscheine im Wert von 100 Euro angeboten. Der Wert sank jedoch um fünf Euro pro Tag, an dem mit dem Auto zur Arbeit gefahren wurde. Das Ergebnis: 70 Prozent der Zielgruppe nahmen teil, davon waren 86 Prozent mehr als zehn Tage autofrei zur Arbeit unterwegs, 65 Prozent sogar 20 Tage oder mehr.
  2. Stadt Bregenz: In der Landeshauptstadt wurde mit 26. Februar flächendeckend auf allen Straßen in ihrem Wirkungsbereich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h gesenkt. Diese Maßnahme reduziert die Zahl der Unfälle, trägt zur Verbesserung des Verkehrsflusses bei, reduziert Verkehrslärm und Schadstoffbelastung und verbessert die Bedingungen für Radfahrer.
  3. Radlobby Vorarlberg: Die Radlobby Vorarlberg hat Anfang 2022 ein umfassendes Projekt gestartet, um das Bewusstsein dafür zu erhöhen, dass Kfz-Lenkende beim Überholen von Radfahrern mindestens 1,50 Meter Abstand halten. Mit Hilfe von Sensoren wurden insgesamt 5700 Überholabstandsmessungen gemacht. Das Ergebnis: 60 Prozent der Kfz-Lenker hielten beim Überholen weniger als 1,5 Meter Abstand. Die Messungen haben auch Gefahrenstellen identifiziert und stellen eine wichtige Grundlage für eine präventive Verkehrsplanung dar.
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