„Nie geweigert“

Putin zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit

Ausland
05.09.2024 10:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Russland ist nach den Worten von Wladimir Putin zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit. „Sind wir bereit, mit ihnen zu verhandeln? Wir haben uns nie geweigert“, sagte Putin am Donnerstag beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Dort hat er außerdem gesagt, er wolle im US-Wahlkampf Demokratin Kamala Harris „unterstützen“.

„Wenn es (in der Ukraine) den Wunsch nach Verhandlungen gibt, werden wir uns nicht verweigern.“ Gesprächsgrundlage müssten die Ergebnisse der Verhandlungen vom Frühjahr 2022 in Istanbul sein.

Zuvor hatte Moskau erklärt, dass der Einmarsch Kiews in die westrussische Region Kursk Verhandlungen unmöglich mache. Mit Blick auf den ukrainischen Vorstoß in Kursk sagte Putin nun: „Unsere Streitkräfte haben die Lage in Kursk stabilisiert und damit begonnen, den Feind allmählich aus unserem Gebiet zu verdrängen.“

Befreiung des Donbass „unser wichtigstes Ziel“
Ziel des ukrainischen Vorstoßes sei es gewesen, Moskau zu „beunruhigen“ und seine Offensive in Schlüsselregionen zu stoppen, insbesondere im Donbass in der Ostukraine, sagte Putin. Dessen „Befreiung“ bezeichnete der Kremlchef als „unser wichtigstes Ziel“.

„Unterstützung“ für Kamala Harris
Putin hat sich in Wladiwostok außerdem zum US-Präsidentschaftswahlkampf geäußert und will als Unterstützer der Demokratin Kamala Harris angesehen werden. US-Präsident Joe Biden habe seinen Wählern empfohlen, Harris zu unterstützen – „also werden wir sie auch unterstützen“, sagte er.

US-Demokratin Kamala Harris
US-Demokratin Kamala Harris(Bild: APA/AFP)

Dem Republikaner Donald Trump warf er vor, als Präsident zahlreiche „Beschränkungen und Sanktionen“ gegen Russland verhängt zu haben. Harris werde im Falle ihrer Wahl im November „vielleicht davon Abstand nehmen, solche Dinge zu tun“, sagte Putin mit Blick auf die US-Sanktionen. Putins Aussage ist wenig glaubwürdig, gilt er doch als Sympathisant Trumps. Nach US-Geheimdiensterkenntnissen hatte es bei den vergangenen beiden Wahlen jeweils russische Einflussversuche zugunsten des Republikaners gegeben.

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