Am Nachmittag hatte sich Teamchef Marcel Koller noch skeptisch gezeigt. "Ihr Einsatz wird sich vielleicht erst kurz vor dem Match entscheiden", meinte er nach der ersten Einheit am Vormittag. Bei diesem Training fehlten auch noch Marc Janko und György Garics - das Duo traf erst Montagmittag im ÖFB-Camp ein, sollte aber an der Nachmittagseinheit teilnehmen.
Spielpraxis beim Klub für Koller kein Muss
Auch aufgrund der unsicheren Personalsituation ließ sich Koller in puncto Aufstellung nicht in die Karten blicken. "Man kann nicht davon ausgehen, dass die Mannschaft, die gegen Wales spielt, auch im März in der WM-Qualifikation gegen Irland spielt", betonte der Schweizer und hob einmal mehr hervor, dass Spielpraxis beim Klub nicht unbedingt ein Kriterium für einen Platz in der Startformation ist. "Ich werde mich hüten zu sagen, jeder muss bei seinem Klub spielen, damit er im Nationalteam dabei sei kann. Das Fußballspielen verlernt man ja nicht, und wenn man beim Verein nicht spielt, brennt man umso mehr, in der Nationalmannschaft zu spielen."
Manninger "im Moment kein Thema"
Mit Spielpraxis auf höchstem Niveau kann derzeit Alexander Manninger aufwarten, dennoch wird der Salzburger wohl kein Team-Comeback mehr geben. "Er ist im Moment kein Thema, er hat ja seinen Nationalteam-Rücktritt erklärt", sagte Koller. "Wir haben einen Stamm, der sehr gut spielt und mit dem wir zufrieden sind."
Dieser Stamm absolviert gegen Wales die Generalprobe für den Auftritt am 26. März in Dublin gegen Irland, auch wenn beide Auswahlen laut Koller nur bedingt miteinander vergleichbar sind. "In Irland wird es anders sein, weil es dort um die Wurst geht. Außerdem waren die Iren bei der EM dabei und haben mehr Qualität", meinte der 52-Jährige.
Über einen Spieler von der Kategorie eines Gareth Bale verfügen die Iren allerdings nicht. "Er ist sicher der Schlüsselspieler von Wales. Es wird wichtig sein, dass wir ihn zustellen können", sagte Koller. Die Sturmläufe des Tottenham-Stars sind aber nicht die einzige Stärke der Waliser. "Sie spielen nicht nur 'kick and rush', sondern versuchen auch, Fußball zu spielen, und haben in der Defensive zwei kompakte Linien, die eng stehen. Da müssen wir versuchen, eine Lücke zu finden."
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