03.02.2013 15:54 |

US-Geiseldrama

Entführer will es Fünfjährigem 'angenehm machen'

Der Geiselnehmer eines fünfjährigen Buben im US-Bundesstaat Alabama hat auch am sechsten Tag keine Bereitschaft zur Aufgabe gezeigt. Der 65-jährige Vietnamveteran (li. im Bild), der das Kind seit Dienstag in einem unterirdischen Bunker in seiner Gewalt hält, stehe zwar in Kontakt mit der Polizei. Eventuelle Forderungen für eine Freilassung wolle er aber nicht nennen, sagte der zuständige Sheriff. Der Entführer versicherte am Sonntag jedoch, dem Buben die Situation "so angenehm wie möglich" machen zu wollen.

Die Polizei verhandelt ständig mit dem Mann. "Sie nehmen sich Zeit und versuchen, ihn zu ermüden", beschrieb ein Polizeibeamter die Taktik des FBI. Offiziell hat die Polizei die Identität des Mannes nicht bestätigt, doch laut Medienberichten sei es der 65-jährige Vietnamveteran gewesen, der am Dienstag einen Schulbus überfallen, den Fahrer erschossen und den Buben in seine Gewalt gebracht hatte (siehe Infobox).

Seither sitzt er mit dem Kind in seinem selbst angelegten Bunker. Das Loch, das etwa einen Meter unter der Erde liegt, verfügt über Elektrizität und Fernsehen. Zudem wird der Bub, der laut Medienberichten am Asperger- und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität leiden soll, weiterhin durch ein Plastikrohr von der Polizei mit Medikamenten versorgt. Nach Angaben der Behörden soll der Bub unversehrt sein.

Ein ehemaliger FBI-Experte, der früher mit Kidnappern verhandelte, rate der Polizei zu Geduld, hieß es in Berichten. Solange der Bub unverletzt sei, solle die Polizei nicht zu "drastischen Maßnahmen" greifen und etwa den Strom abstellen.

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