Die neue Mpox-Variante Klade I ist auf dem Vormarsch. Für Massenimpfungen sieht man in Europa aber keinen Anlass.
Die neue Mpox-Klade I versetzt die Welt in Alarmbereitschaft. Besonders in der Demokratischen Republik Kongo wütet das Virus mit erschreckender Härte. Mehr als 14.000 Verdachtsfälle und mehr als 500 Todesfälle wurden heuer gemeldet. „Vor allem Kinder haben keine Chance“, erklärt ein lokaler Arzt. „Ihre Immunsysteme sind nicht stark genug, um gegen das aggressive Virus zu kämpfen, und in Regionen mit schlechter medizinischer Versorgung sind sie besonders schutzlos.“ So liegt die Sterblichkeitsrate besonders unter Kindern bei etwa zehn Prozent.
Rendi-Wagner: „Nicht unter Kontrolle“
Die Situation sei „alles andere als unter Kontrolle“, erklärt Pamela Rendi-Wagner, Direktorin des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle ECDC. „Europa und die USA müssen ihre Unterstützung intensivieren, um die Testkapazitäten vor Ort zu erhöhen und rasch Impfkampagnen zu starten. Aufgrund der derzeitigen Datenlage gibt es aber keine Gefahr, dass es in Europa zu einem Ausbruch wie in Afrika kommt.“
In Österreich sind Mpox-Fälle meldepflichtig. Seit Beginn des Ausbruchs vor mehr als zwei Jahren wurden 348 Fälle verzeichnet. Derzeit gibt es hingegen noch keine bekannten Infektionen mit dem neuen Stamm Klade I. Notfalls lagern in Österreich noch 34.000 Impfdosen, um im Ernstfall rasch zu reagieren.
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