In Sachen Wohnbau gehen in Vorarlberg derzeit die Wogen hoch, im Clinch liegen die beiden Parteien SPÖ und ÖVP.
Leiter gegen Witwer, das ist zwar noch lange keine Brutalität, aber doch das Polit-Duell des heurigen Sommer(lochs). Wie berichtet, entbrannte der Chef der Ländle-Sozialdemokraten in Wut darüber, dass ihm der Wohnbausprecher der ÖVP und Bürgermeister von Thüringen, Harald Witwer, jüngst vorgeworfen hatte, „Ankündigungspolitik der übelsten und unseriösesten Sorte“ zu betreiben. Leiter konterte prompt und warf Witwer unter anderem vor, dass in dessen Amtszeit in Thüringen „keine einzige gemeinnützige Wohnung“ gebaut worden sei.
Wie zwei losgelassene Terrier scheinen die beiden Landespolitiker sich nun ineinander zu verbeißen, denn Witwer ließ sich von Leiters Ärger anstecken und reagierte natürlich abermals auf die Kritik aus dem roten Eck. Leiters Behauptungen seien „schlicht und einfach falsch“, in seiner Amtszeit seien in Thüringen zwei Projekte gemeinsam mit der Vogewosi realisiert worden, 50 Wohnungen seien so entstanden – und auch schon an die Mieter übergeben. Zudem würde sich ein drittes Wohnbauprojekt gerade in der Umsetzung befinden.
Witwer garnierte seine schriftliche Reaktion auf Leiter mit einer parteipolitischen Pointe. Er zitierte nämlich Wiens Ex-Bürgermeister und Leiters Parteikollegen Michael Häupl mit den Worten: „Wahlkampf ist eine Zeit der fokussierten Unintelligenz.“ Fraglich, ob Leiter diese Retourkutsche auf sich sitzen lassen wird...
Streit um Fehler im gemeinnützigen Wohnbau
Hintergrund des Zwists ist der eklatante Mangel an gemeinnützigen Wohnraum im Land. Die SPÖ behauptet, in der nächsten Legislaturperiode die Rahmenbedingungen so gestalten zu können, dass nicht weniger als 11.000 neue Wohnungen entstehen könnten, die ÖVP hält das für illusorisch.
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