Angriff auf Schule

Führungsmitglied von Islamischem Dschihad wohl tot

Ausland
11.08.2024 10:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Israels Arme hat bei ihrem jüngsten Angriff auf ein Schulgebäude im Gazastreifen zufolge mit „großer Wahrscheinlichkeit“ einen ranghohen Kommandanten der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad getötet. Ashraf Juda dürfte in der im Angriffsziel eingerichteten „militärischen Kommandozentrale“ zugegen gewesen sein, so die Armee am späten Samstagabend. Ob er bei dem Angriff in der Al-Tabaeen-Schule tatsächlich ums Leben kam, war aber nicht sicher.

Ashraf Juda sei ein führendes Mitglied des Islamischen Dschihad, hieß es zudem. Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, dass bei dem „präzisen Treffer“ in dem Schulgebäude in der Stadt Gaza „mindestens 19 Terroristen von Hamas und Islamischem Dschihad“ getötet worden seien.

Die Schule in Gaza-Stadt lag nach dem Angriff am Samstagmorgen in Trümmern.
Die Schule in Gaza-Stadt lag nach dem Angriff am Samstagmorgen in Trümmern.(Bild: APA/AP)

Dies könne nach einer Untersuchung durch die Geheimdienste bestätigt werden. Dazu veröffentlichte die Armee die Namen und Fotos der mutmaßlich getöteten islamistischen Kämpfer. „Die Terroristen operierten mit dem Ziel, Angriffe auf israelische Soldaten (...) aus dem Inneren des Schulgeländes heraus auszuführen“, fügte die Armee hinzu.

In diesem Beitrag wird gezeigt, welche 19 mutmaßlichen Terroristen laut Israels Armee ausgeschaltet worden sind: 

Zudem betonte sie, dass der Angriff „mit drei präzisen Munitionsarten“ durchgeführt worden sei, und versicherte, dass „das Gelände, auf dem sich die Terroristen befanden, keinen größeren Schaden erlitten hat“.

Elf Kinder bei Angriff während Morgengebets getötet
Nach Angaben der Zivilschutzbehörde im Gazastreifen wurden bei dem Raketenangriff am Samstagmorgen 93 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Der Angriff sei während des Morgengebets erfolgt. Unter den Toten seien elf Kinder und sechs Frauen.

Israel wirft der Hamas seit Beginn des Krieges im Gazastreifen vor, Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen für militärische Zwecke zu nutzen, und Zivilisten als Schutzschilde zu missbrauchen. Die Hamas streitet dies ab.

Noch 111 Geiseln in Gewalt der Hamas
Der Krieg dauert seit mittlerweile mehr als zehn Monaten an. Er war durch den brutalen Großangriff der Hamas am 7. Oktober auf Israel ausgelöst wurden. Dabei töteten Kämpfer der radikalislamischen Palästinenserorganisation und des Islamischen Jihad israelischen Angaben zufolge 1198 Menschen und verschleppten 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen. 111 Geiseln werden demnach weiter dort festgehalten, 39 von ihnen sind offiziellen Angaben zufolge tot.

Als Reaktion auf den Angriff geht Israel seitdem massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei mindestens 39.790 Menschen getötet.getötet.

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