Jessica Pilz war die Erleichterung über die Bronzemedaille deutlich anzumerken. „Ich hatte Angst gehabt, dass es der vierte Platz ist. Die letzten Wochen waren extrem anstrengend. Ich bin einfach froh, dass es geklappt hat und der große Traum in Erfüllung gegangen ist“, sagte die 27-jährige Niederösterreicherin im ORF-Interview.
„Ich habe probiert, so locker wie möglich zu klettern. Das ist mir echt gut gelungen, ich habe alles herausholen können. Nach dem Bouldern habe ich die Punkte gesehen, dass alles extrem eng zusammen sind. Ich habe gewusst, dass ich Vollgas performen muss, jeder einzelne Griff zählt da oben. Im Endeffekt habe ich mir eingeredet, dass ich meine Performance zeige, alles andere liegt eh nicht in meinen Händen“, erklärte sie.
Nach Platz sechs im Bouldern mit einer starken Leistung im Lead schaffte sie noch den Sprung in die Medaillenränge. Olympia-Gold holte sich so wie vor drei Jahren in Tokio die slowenische Topfavoritin Janja Garnbret, Silber ging an die US-Amerikanerin Brooke Raboutou.
Angst um den vierten Platz
In Tokio vor drei Jahren hatte Pilz als Siebente eine Medaille knapp verpasst, diesmal wurde sie belohnt. „Ich habe gleich zu den Coaches geschaut, ob es gereicht hat oder nicht. Ich hatte Angst gehabt, dass es der vierte Platz ist“, erklärte Pilz, die gleich nach ihrem Lead ihre Trainer herzte. „Die ganzen Trainer und Betreuer haben uns super unterstützt. Es ist das Wichtigste, dass man wen hat, zu dem man laufen kann und die sich mitfreuen“.
Die Niederösterreicherin holte die insgesamt dritte Olympia-Medaille für den österreichischen Kletterverband nach zweimal Bronze von Jakob Schubert in Tokio 2021 (Kombination) und Paris 2024 (Bouldern&Lead). In Paris war es die insgesamt fünfte Medaille für Österreich.
Und in ihrem Jubel dachte Pilz auch an ihr „Team“. Sie grüßte live im TV ihre Eltern aus Haag (NÖ) und ihre Kletterfreunde aus Innsbruck. Ein schöner Moment ...
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