Weil der Preis für ein Grundstück am Gaisberg zu hoch war, stimmte die Grundverkehrskommission dem Geschäft nicht zu. Andere Deals brachten Käufer und Verkäufer gerade noch rechtzeitig durch.
Ein großer Grünland-Deal im Süden der Landeshauptstadt sorgte vor eineinhalb Jahren für viel Aufsehen. Im Salzburger Nobelviertel Aigen sollten mehr als 72.000 Quadratmeter Grund den Besitzer wechseln. Bei mindestens 1,3 Millionen Euro lag der Kaufpreis.
Nicht zufällig ging das Geschäft Anfang 2023 über die Bühne. Denn mit März 2023 ist das neue Grundverkehrsgesetz in Kraft getreten. Da hätte der Deal der neuen Grundverkehrskommission vorgelegt werden sollen. Die Ausnahmen, die es zuvor wie in anderen Gemeinden auch für Teile von Aigen gab, wurden mit dem Gesetz abgeschafft.
Käufer von Wald am Gaisberg war kein Landwirt
SPÖ-Grundverkehrssprecherin Karin Dollinger kritisierte das Geschäft schon damals. Eine Landtagsanfrage liefert neue Details zutage. Denn Teile eines Waldes am Gaisberg, die ebenfalls Teil des Deals waren, mussten der Kommission sehr wohl vorgelegt werden. Die entsprechenden Grundstücke fielen nicht unter die Ausnahme.
Und siehe da, die Kommission verweigerte dem Geschäft die Zustimmung. Die Begründung: Der vereinbarte Preis überstieg den zulässigen Verkehrswert erheblich. Für das knapp 8000 Quadratmeter große Waldstück wären knapp 70.000 Euro vereinbart gewesen.
Außerdem war der Käufer kein Landwirt, was für einen Kauf der Fläche ebenfalls notwendig wäre. Aber nur bei diesem Vertrag war die Grundverkehrskommission auch nach alter Rechtslage zuständig. Käufer und Verkäufer zogen das Geschäft bei den übrigen, deutlich wertvolleren Flächen also gerade noch rechtzeitig durch.
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