Die in eine Geschlechterdebatte geratene Olympia-Boxerin Lin Yu-ting steht im Finale, kämpft am Samstag in Paris um Gold. Vor dem mit Spannung erwarteten Kampf bricht die Sportlerin aus Taiwan ihr Schweigen.
„Natürlich ist es ärgerlich, wenn man manche Äußerungen liest. Ich kann aber nicht kontrollieren, was andere sagen“, betont die „männliche“ Boxerin in einem Interview mit dem taiwanischen Fernsehsender CNA. Nachsatz: „Sollen sie doch reden. Ich habe in dieser Sache ein reines Gewissen!“
Lin und die Weltergewichts-Finalistin Imane Khelif aus Algerien stehen wegen Zweifeln an ihrem Startrecht im Fokus. Die Boxerinnen waren nach bisher nicht näher spezifizierten Geschlechter-Tests des IBA von der WM 2023 ausgeschlossen worden. Beide hatten laut IBA die erforderlichen Teilnahmekriterien nicht erfüllt und „im Vergleich zu anderen weiblichen Teilnehmern Wettbewerbsvorteile“ gehabt.
„Schließlich haben wir bewiesen, dass er (Anm. d. Red.: der IBA-Test) falsch war und das Verfahren keinen Standards entsprach. Aber es gab trotzdem einen Aufruhr. Ich frage mich, ob sie absichtlich hinter mir her waren. Ich war verwirrt. Es war irgendwie lächerlich“, schimpft Lin.
Mega-Prämie winkt
Ihr winkt nun übrigens eine Mega-Prämie: Taiwan belohnt Olympia-Sieger mit einem Scheck in der Höhe von 550.000 Euro – und so ganz nebenbei mit einer lebenslangen monatlichen Zahlung von 3700 Euro.
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