Im Rahmen eines bereits vor Monaten angekündigten Sparprogramms sollen beim deutschen Halbleiter-Hersteller Infineon auch in Österreich und am Kärntner Standort mehrere Hundert Stellen wegfallen.
Bei Infineon Österreich wird ebenfalls der Sparstift angesetzt. Konkret sollen in den nächsten zwei Jahren 380 von insgesamt 6000 Stellen in Österreich wegfallen. „Infineon investiert in seine Innovationskraft. Gleichzeitig ist das Wettbewerbsumfeld extrem fordernd, auch bedingt durch die Marktschwäche in vielen Bereichen sowie stark gestiegene Energie- und Personalkosten“, erklärt Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka. Daher setze man „ein Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“ um. Infineon ist in Österreich mit mehreren Standorten und einem Werk in Villach vertreten.
Um die Effizienz zu verbessern und Komplexität zu reduzieren, sollen in den kommenden zwei Jahren mehrere Maßnahmen ergriffen werden, darunter auch personalbezogene. Betriebsbedingte Kündigungen solle es aber nicht geben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. „In Abstimmung mit dem Betriebsrat werden wir alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen wie zum Beispiel Altersteilzeit, natürliche Fluktuation oder Pensionierungen. Dieser Schritt fällt mir und meinen Vorstandskollegen nicht leicht“, betont Herlitschka.
Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst, daher ist es für uns wichtig, gemeinsame Lösungen für die geplanten Schritte zu finden.
Sabine Herlitschka, Vorstandssitzende Infineon Österreich
Deutsche Mutter will 1400 Stellen abbauen
Die Maßnahmen sind Teil eines globalen Programms des Konzerns, „um langfristig profitabel zu wachsen“. Die deutsche Mutter hatte bereits am Montag erklärt, im Rahmen des bereits im Frühling angekündigten Sparprogramms 1400 der insgesamt etwa 58.600 Stellen abbauen zu müssen. Weiters würden 1400 Jobs in Länder mit geringeren Lohnkosten verlagert.
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