Zutiefst undemokratisch ist das Wahlrecht aus der Sicht unseres Kasperls der Woche, Christian Ebner, der seit Jahren quasi in Akkordarbeit Parteien gründet, heuer „Ja zu Österreich“. Warum?
Weil er nicht einmal eine Handvoll Unterstützer fand, die ihn auf dem Wahlzettel zur Nationalratswahl sehen wollten.Bei der Präsentation seiner „Top-Kandidaten“ für die Wahl gab es diese Woche deshalb eine „Themenänderung“: Nun wettert er gegen „undemokratische Hürden“ für neue Parteien. Alle, die im Gegensatz zu ihm Unterstützer haben, sind für ihn nämlich nur „Spaßparteien“. So klingen lupenreine Demokraten.
Dabei hatte der einstmalige BZÖ-Generalsekretär Ebner noch – wie demokratisch! – versucht, sich auf den Wahlzettel zu schummeln, indem er alte Beziehungen spielen ließ: Auch ohne Unterstützer kommt man auf den Zettel, wenn man Unterschriften von drei Abgeordneten einholt. Doch er fand nur einen, dessen Namen er potenziellen Wählern außerdem nicht nennen wollte. Demokratie lebt eben von Transparenz.
Schlechte Verlierer sind in der Politik schon schlimm genug, schlechte Verlierer in der Pose von Rettern der Demokratie aber sogar Kasperl der Woche.
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