Sieben Jahre prozessierte Prinzessin Delphine, 56, gegen Belgiens Alt-König Albert, 90, vor Gericht. 2020 musste er sie schließlich als Tochter anerkennen. Seitdem trägt sie seinen Nachnamen „von Sachsen-Coburg“, ist Königliche Hoheit und wird zu offiziellen Anlässen am Hof eingeladen, wie zuletzt dem belgischen Nationalfeiertag.
In der aktuellen „Gala“ spricht die bildende Künstlerin jetzt über ihre Beziehung zu Albert II.: „Für mich ist es das Wichtigste, dass ich meinen Vater wieder sehen kann. Nach dem Gerichtsprozess haben wir uns erneut kennengelernt. All dies ist wunderschön und hilft beim Heilen.“
„Nicht seine Schuld, sondern die Umgebung“
Trotz alledem falle ihr das Vergeben schwer. „Ich habe meinen Vater immer in Schutz genommen. Ich habe gesagt, dass es nicht seine Schuld ist, sondern dass es an der Umgebung liegt. Ich bin wütender auf das ganze System als auf ihn“, so Prinzessin Delphine.
Aufgrund seines hohen Alters wolle sie ihn in keine komplizierten Gespräche mehr verwickeln. „Ich liebe meinen Vater und habe ihn absolut immer geliebt. Für den Moment ziehen wir einfach weiter.“
Seit er vor elf Jahren vom Thron gestiegen ist, verbringt Albert II. seinen Ruhestand vor allem im Hintergrund. Wegen seiner unehelichen Tochter geriet er dennoch in die Schlagzeilen.
Die 1968 geborene Delphine Boël kämpfte jahrelang um Anerkennung, mit ihrer Mutter soll Albert in den 60er Jahren eine Affäre gehabt haben. Die Vaterschaft erkannte Albert jedoch jahrelang nicht an. Erst ein gerichtlich auferlegter Vaterschaftstest bewegte den ehemaligen König 2020 zum Einlenken.
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