Finalträume. „Oh, wie ist das schön!“ sangen die österreichischen Fans in Berlin nach dem Spiel unseres Nationalteams über Polen, dem ersten Sieg bei der EURO 2024. Ein paar Tage später sangen sie nach dem Spiel gegen die Niederlande, nach dem heroischen 3:2 der Rangnick-Truppe, noch viel lauter und jubelten „Gruppensieg, Gruppensieg, hej!“ Österreich hatte sich für das Achtelfinale qualifiziert, dort wartete mit der Türkei eine vermeintlich bewältigbare Hürde. Die Träume vom Viertelfinale, bei vielen Träume sogar von noch viel mehr – „Warum sollte Österreich nicht ins Finale kommen?“ hatte sogar der Teamchef selbst rhetorisch gefragt – waren beflügelt. Und wurden dann doch schon von den Türken in Leipzig jäh gebremst. Hätten wir sie geschlagen, dann hätten wir im Viertelfinale nochmals die Niederlande niederzwingen und im Halbfinale gegen die Engländer gewinnen müssen, um heute Abend gegen Spanien im Finale zu stehen. Dafür hat es nicht gereicht. Und so treten heute eben die Engländer gegen die Iberer an. So wie beide Mannschaften zuletzt aufgespielt haben dürfen wir uns auf ein packendes Finale freuen – und ein Tränchen zerquetschen, weil unsere Nationalmannschaft nicht im Olympiastadion aufläuft.
Urlaubsträume. Hochsommer, Urlaub, Ferien. Gibt es Schöneres? Lassen wir uns diese wunderbare Jahreszeit vermiesen durch all die Nachrichten, die allein in den vergangenen Wochen auf uns hereinprasselten? Da wurde in der „Krone“ etwa ekliger Algenschleim an den Adriastränden vermeldet. Staus auf den Autobahnen sind genauso Thema wie erst wieder am Freitag unwetterbedingte Flugverzögerungen und -absagen. Aus Deutschland melden nicht nur gestrandete Fußballfans enormen Ärger mit Zugverspätungen und -ausfällen. Auf Mallorca und in Barcelona demonstrieren Einheimische, weil sie fürchten, von den Touristenströmen weggeschwemmt zu werden. Auch in anderen Teilen der Welt, von Dubrovnik bis Hallstatt, kämpft man mit dem sogenannten „Overtourism“. Soll man wie in Venedig Eintrittsgebühren kassieren? Dort will man nach ersten Tests mit Gebühreneinhebung an der Preisschraube sogar noch weiterdrehen. Alles in allem mehr als genug, was uns das Reisen verleiden könnte. Also zu Hause bleiben? Da drohen wiederum fast täglich Unwetter… Nein, wir lassen uns den Sommer nicht vermiesen! Genießen wir die Freizeit mit der Familie, egal, ob in Österreich oder sonstwo.Und genießen wir, dass auch die Politik wenigstens ein bisschen Ferien macht und uns weitgehend in Ruhe lässt. Der Herbst wird für alle hart genug.
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.