Drohung mit Reaktion

US-Raketen in Deutschland rufen Kreml auf den Plan

Ausland
11.07.2024 09:56

Russland will auf die geplante Stationierung von US-Langstreckenraketen in Deutschland mit militärischen Maßnahmen reagieren. Die Sicherheit Russlands werde so beeinträchtigt, so der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow.

Die USA und Deutschland hatten am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt, dass ab 2026 neue US-Langstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden sollen, wie Tomahawk-Marschflugkörper und derzeit noch in der Entwicklung befindliche Hyperschallraketen. Dies soll als Beitrag der USA „zur integrierten europäischen Abschreckung“ dienen.

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow (Bild: AP)
Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow

Pistorius: „Ernst zu nehmende Fähigkeitslücke geschlossen“ 
Die Entscheidung der US-Regierung, in Deutschland ab 2026 Langstreckenwaffen zu stationieren, schließt nach Angaben des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius eine „ernst zu nehmende Fähigkeitslücke“ in Europa.

Er könne sich deshalb nicht vorstellen, dass ein anderer US-Präsident die am Mittwoch bekannt gegebenen Pläne wieder revidieren würde, so der SPD-Politiker am Donnerstag.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (Bild: AFP/Britta Pedersen)
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius

„USA wollen, dass wir investieren und entwickeln“
Die zeitlich befristete Stationierung bedeute aber auch, dass damit „ganz klar die Erwartung der USA zu Recht verbunden ist, dass wir selber investieren in Entwicklung und Beschaffung von derartigen Abstandswaffen“. Die temporäre Stationierung werde Deutschland die Zeit geben, die man dafür brauche.

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